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Weltfreiwilligendienst bei der KjG – Amelie Müller ist seit September unsere neue Weltfreiwillige bei unserem Partnerverband UVIKANJO in Njombe/Tansania. Wie es ihr nach ihrer Ankunft dort erging und was sie bereits von der neuen Kultur erfahren konnte, erzählt sie hier.

Nach den ganzen Verabschiedungen in Deutschland ging dann am 05. September endlich mein Flieger von Nürnberg nach Tansania/Dar es Salaam. Schwer bepackt traf ich am Flughafen meine Mitfreiwilligen vom BDKJ Würzburg und wir konnten zu viert in unseren Freiwilligendienst starten. Nach 10 Stunden Flug sind wir am neuen Flughafen in Dar es Salaam gelandet. Dar es Salaam liegt an der Küste Tansanias und ist mit vier Millionen Einwohner die größte Stadt Tansanias. Abgeholt wurden wir von einem Fahrer der Benediktiner Brüder, die in Dar es Salaam ein Gästehaus betreiben, in dem wir die nächsten zwei Wochen verbracht haben.

In dieser Zeit hatten wir ein Kiswahili-Sprachkurs, da Kiswahili neben Englisch Amtssprache in Tansania ist und die gängige Sprache, in der man sich unterhält. Von Montag bis Freitag kam ein Lehrer zu uns und unterrichtete uns sechs Stunden am Tag. Der Lehrer war sehr nett und konnte uns in den zwei Wochen viel beibringen. Auch die Einheimischen waren ganz erstaunt, dass wir als „Weiße“ Bustickets kaufen konnte, ohne Englisch zu sprechen. Obwohl es bei dem heißen und schwülen Wetter manchmal ein bisschen anstrengend war, hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Neben Kiswahili hat uns der Sprachlehrer auch viel über das Land und Leute hier erzählt sowie über sein eigenes Leben, was sehr spannend war. Das, was mich dabei am meisten überrascht hat, war die Tatsache, dass Diebe, wenn sie bei einer Tat erwischt werden, auf offener Straße umgebracht oder angezündet werden ohne dass dies dann bestraft wird. An den Tagen, an denen wir frei hatten, haben wir zusammen erste  Erkundungstouren in Dar es Salaam gemacht. Wir waren zum Beispiel auf Märkten und am Strand, der mit seinem weißen Sand und türkisblauen Wasser sehr schön ist. Anders als in Deutschland sind hier der Verkehr und die Straßen. Auch wenn die Entfernungen zu verschiedenen Zielen nicht groß sind, muss man immer viel Fahrtzeit einplanen, weil Stau gibt es praktisch immer. Zudem sind die Straßen oft nicht geteert und haben riesige Schlaglöcher. Insgesamt war es sehr schön, dass wir die ersten Erfahrungen in Tansania zusammen sammeln konnten und nicht sofort auf uns alleine gestellt waren.

Nachdem meine Mitfreiwilligen jeweils zu ihren Einsatzstellen abgereist sind, musste ich noch ein paar Tage warten, bis mich mein Mentor, ein Leiter der Uvikanjo, abholen konnte. Diese Zeit habe ich genutzt, um die Vokabeln und die Grammatik in Kiswahili zu wiederholen. Am 27.09 ging es dann endlich los nach Njombe. Morgens um fünf Uhr sind wir mit dem Auto losgefahren, hatten aber leider nach zwei Stunden eine Autopanne und konnten nicht weiterfahren. Also wurden wir am Straßenrand von einem Reisebus aufgesammelt, der uns dann Richtung Njombe brachte. Die Fahrt war sehr beeindruckend, da wir quer durch das Land gefahren sind und so viel von der Landschaft sehen konnten. Auch führte die Straße durch einen Nationalpark und ich habe sogar einen Elefanten, Giraffen und Zebras sehen können. Schließlich sind wir abends um 7 Uhr in Njombe angekommen, wo ich mit einem leckeren Abendessen von weiteren Mitgliedern der Uvikanjo empfangen wurde. Danach bezog ich noch mein neues Zimmer in dem Haus meiner „Gastoma“, wo ich das nächste Jahr verbringen werde.

Von den ersten Erfahrungen hier berichte ich euch dann das nächste mal.

Bis bald
Amelie

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