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Wer bin ich? Was will ich vom Leben? Woran glaube ich? Was ist mir wertvoll? Was mache ich gerne? Wen oder was liebe ich? Wer sind meine Freunde? Alles Fragen, mit denen sich Jugendliche beschäftigen. Antworten sind nicht immer leicht zu finden. Sie bilden sich im Laufe der Zeit, durch ausprobieren, durch schöne oder schmerzliche Erfahrungen, bei Freunden und Menschen, denen ich vertraue....und am Besten im Spiel! Hier ein Vorschlag für eine Gruppenstunde.

Material:
Klebstoff, Scheren,
große Zeichenblätter im Format DIN A1

Kurzbeschreibung/Ziel:

Das Experiment regt die Jugendlichen an, ihre Persönlichkeit auf eine relativ spielerische Weise darzustellen, sich klarer zu werden über wichtige Charakteristika ihrer Individualität und ihre intuitiven Gestaltungsmöglichkeiten einzusetzen. Gleichzeitig hilft das Experiment den Jugendlichen, einander beser kennenzulernen und dadurch mehr Sicherheit in der Gruppe zu gewinnen. Material: eine Menge Zeitschriften verschiedener Typen, die Bilder aus den Lebensbereichen enthalten, mit denen sich die Jugendlichen ihrer Gruppe vermutlich beschäftigen.

Beschreibung:

Ich möchte, das ihr heute eine große Collage anfertigt zu der Überschrift: „Das bin ich!“ Aus den Zeitschriften, die wir haben, könnt ihr Bilder und einzelne Worte ausschneiden und sie zu einer Art Mosaik zusammenfügen, das dem Betrachter nachher vor Augen führt, wer ihr seid. Und wer wir sind, das zeigt sich in einer Vielzahl von Aussagen: Was wir vom Leben wollen, was wir glauben, was wir für wertvoll halten, was wir gern tun, wen wir lieben, wo wir leben, wer unsere Freunde sind, wer zu unserer Familie gehört, was wir lernen, welchen Sport wir treiben usw. Fügt die einzelnen Bilder und Textteile so zusammen, dass eure Persönlichkeit in ihrer Einzigartigkeit deutlich wird. Bitte schreibt nirgendwo euren Namen hin. Wenn die Collagen fertig sind, werden wir in der Gruppe über sie sprechen. Ihr habt 2 Stunden Zeit, um euch in der beschriebenen Weise darzustellen. Sucht euch einen ruhigen Arbeitsplatz im Raum und sprecht nicht miteinander... Stoppt nun und hängt eure Collagen nebeneinander an die Wand. Heftet unten an euer Bild noch ein leeres Blatt Papier... Ich möchte, dass ihr nun von Bild zu Bild geht und auf das angeheftete Papier in ein oder zwei Sätzen einen kurzen Kommentar zu der Collage schreibt. Sagt, was euch gefällt, was euch durch den Kopf geht und welche Fragen ihr habt... Warten Sie, bis alle fertig sind. Kommt nun in Vierergruppen zusammen und bringt eure Collagen und die Kommentare der anderen zu eurer Arbeit mit... Lest die Kommentare zu euren Collagen und stellt dann jeweils eine Collage in den Mittelpunkt eurer Aufmerksamkeit. Derjenige, der sie angefertigt hat, soll den anderen erklären, was sie bedeuten usw. Er soll auch sagen, was er mit den Kommentaren anfangen kann, die ihm die anderen Gruppenmitglieder geschrieben haben. Wie weit fühlt ihr euch verstanden? Wie weit wurdet ihr angeregt, durch die Kommentare, das eine oder andere neu zu sehen? Die anderen drei können Fragen stellen, um möglichst genau zu verstehen, was der „Künstler“ zum Ausdruck bringen wollte. Nehmt euch für jede Collage 10 Minuten Zeit... Kommt nun zum großen Kreis zurück... Lassen Sie zunächst jeden Teilnehmer seine Collage identifizieren.

Auswertung:

  • Wie hat mir das Experiment gefallen?
  • Was ist für mich jetzt der wichtigste Teil in meiner Collage?
  • Welchen Teil meiner Collage sehe ich jetzt anders?
  • Welchen Titel würde ich meiner Collage geben?
  • Welche Seite meiner Persönlichkeit möchte ich in Zukunft verändern oder entwickeln?
  • Wie habe ich gefühlsmäßig auf die Kommentare der anderen reagiert?
  • Habe ich etwas Neues gelernt?
  • Was möchte ich mit meiner Collage machen?
  • Wie fühle ich mich jetzt?
  • Was möchte ich sonst noch sagen?

Quelle: Fundus

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