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Spiritualität – Was haben Türen mit dem Advent zu tun? Warum öffnen wir sie so gerne und wie hängt das mit unserem Leben zusammen? Die Antwort erfahrt ihr im 2. Teil unserer Spiri-Adventsimpulse. Schaut doch mal rein.

Im Advent ist es bei uns üblich, dass man als Kind jeden Morgen ein Türchen vom Adventskalender öffnet. Dahinter verbirgt sich dann eine kleine süße Überraschung, die in der Regel noch direkt vor dem Frühstück aufgegessen wird. Normalerweise sollen Kinder ja in der Früh noch keine Schokolade essen, aber im Advent machen Eltern meistens eine Ausnahme. Vielleicht ist das ja der Grund, warum der Adventskalender bei Erwachsenen später auch noch so beliebt ist. Was im Kindesalter begonnen worden ist, wird einfach fortgeführt. Dabei sind hinsichtlich Form und Größe keine Grenzen gesetzt. Es gibt Tee-Adventkalender, winzige Türchen auf Postkarten zum Öffnen, Überraschungen in netten Säckchen an einer Leine, kleine Papierrollen mit besinnlichen Sprüchen und Vieles mehr. Doch egal welche Form oder Farbe, der Sinn ist immer der gleiche. Die Zahlen auf den Türchen zeigen uns die verbleibende Zeit bis Weihnachten an. Je mehr Türen geöffnet sind desto mehr freuen wir uns und desto näher rückt das große Fest.

Aber gilt das auch für das reale Leben? Sind im Advent unsere Türen nicht eher verschlossen? Kaum Zuhause, ständig unterwegs, wenig Zeit für die Pflege besonderer persönlicher Kontakte? Sind wir nicht meistens viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt anstatt die Sorgen und Bedürfnisse anderer zu teilen? Ziehen wir uns nicht eher ängstlich zurück als auf andere zuzugehen und Fremdes und Unbekanntes kennenzulernen? Vielleicht ist es ja auch nur eine Frage der richtigen Einstellung. Probiert es doch einfach mal aus. Und wer weiß, vielleicht erlebt ihr ja wie beim Öffnen von eurem Adventskalender auch die ein oder andere Überraschung.

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