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Impuls zum 4. Advent und darüber hinaus... – Was wünscht Dir denn dieses Jahr zu Weihnachten? Das ist eine Frage, die man öfter vor Weihnachten hört, wenn man sich nicht sicher ist, was der andere sich wirklich zum Weihnachtsfest wünscht, oder, wenn man keinen guten Einfall hat.

Ich bekomme z.B.  die Frage immer jedes Jahr von meinen Eltern gestellt und ich weiß gar nicht so recht, was ich antworten soll. Eine echte Wunschliste, auf der z.B. diverse Buchtitel stehen, habe ich nicht und eigentlich brauche ich auch keine besonderen Geschenke, um mich über Weihnachten zu freuen. Prinzipiell habe ich doch alles und bin zufrieden und, wenn ich was brauche, dann kaufe ich mir das eben selbst, vorausgesetzt mein Budget gibt es natürlich her. 

Vielleicht geht es Euch genauso.
Sicher Weihnachten ist die Zeit, sich etwas zu wünschen und schenken zu lassen, es ist auch die Zeit der guten Wünsche für eine frohe und besinnliche Zeit. Das sind Wünsche ganz persönlich, für unsere Lieben, Freunde und Bekannten, aber eben auch für die vielen anderen Menschen und die Welt. Leider verklingen die guten Wünsche für unsere Welt schnell und ohne Wirkung im Tosen des Alltags.

Aber wie wäre es denn, wenn Du wie in einem Märchen einen Wunsch frei hättest – für die Welt oder um die Welt zu verändern? Ein Wunsch, der „tatsächlich“ in Erfüllung geht!
Was wäre das dann? Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit oder ähnliche Schlagworte… oder konkreter ein friedliches und freies Miteinander zwischen den Völkern im Großen und den einzelnen Menschen im Kleinen, eine faire Verteilung von Ressourcen auf unserer Welt, mehr Nachhaltigkeit und Bewusstsein für unsere Umwelt…

Als Märchen und Visionen könnte man das Ganze nun wieder schnell abtun, eben als Utopien.
Hätten die genannten Wünsche nicht eine so dringliche Berechtigung in unserer Welt, wie wir sie heute erleben. So könnten wir als KjG´lerInnen mit einem schmunzelnden Auge sagen, mit Utopien könnten wir es besonders gut – auch mit Verweis auf unseren Verbandspatron Thomas Morus und seinem Werk „Utopia“, in welchem es um eben die Vorstellung einer „idealen“ Welt geht.  Über diese „ideale“ Welt ließe sich sicher streiten, nicht aber über die Ernsthaftigkeit der genannten Wünsche für unsere Welt.
Mag uns vieles davon  gerade in unserer heutigen Zeit utopisch vorkommen, schließt das doch noch lange nicht aus, solche Wünsche zu haben und eben für diese Wünsche ernsthaft einzutreten.
Es sind die kleinen Schritte.

Und wenn man nun an das kommende Weihnachtsfest denkt: war es denn nicht auch eine Utopie, dass Gott als kleines Kind auf die Welt kommt und diese verändert?

Lukas Götz

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