Unser Partnerverband

UVIKANJO = Umoja wa vijana katoliki jimbo la Njombe

UVIKANJO, so heißt der katholische Jugendverband der Diözese Njombe im Südwesten Tansanias. Dieser Jugendverband ist durchaus vergleichbar mit Jugendverbänden in Deutschland, etwa der KjG. Allerdings gibt es keine Gruppenstunden wie bei uns üblich. Man trifft sich zum Singen und Tanzen oder zur gemeinsamen Arbeit in den UVIKANJO-Projekten.

Die UVIKANJO wurde 1978 gegründet: Durch den Jugendverband soll ein starkes Fundament des christlichen Glaubens unter der Jugend gelegt werden. Daneben sollten den jungen Menschen durch die Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten und Hilfen zum beruflichen Einstieg eine Unterstützung in wirtschaftlicher Hinsicht angeboten werden, um der Landflucht und Verelendung der ländlichen Jugend entgegenzuwirken.

 

 

Das UVIKANJO Logo

Aktivitäten der UVIKANJO-Gemeinschaften:

wirtschftlich

Da es in Tansania keine staatlichen oder kirchlichen Zuschüsse gibt und die Armut der Bevölkerung keine nennenswerten Beiträge und Spenden zulässt, ist die UVIKANJO auf ihre eigenen Projekte angewiesen.
In den Pfarreien werden hauptsächlich Felder bewirtschaftet (Mais, Kaffee, Hülsenfrüchte). Aber es gibt auch Baumpflanzungen, um vom Holzerlös zu profitieren. Daran geknüpft sind Schreinerei-Projekte, die oft auch eine Ausbildungsmöglichkeit für UVIKANJO-Mitglieder bieten. Viele Frauen besuchen die Näherinnenschulen der UVIKANJO und produzieren Kleider für den heimischen Markt. Einige Gruppen versuchen sich auch in der Aufzucht von Hühnern und Schweinen.

Schreinerei der UVIKANJO in Njombe (2016)

Vorbereitung der Sonntagsliturgie, Liederauswahl und Chorproben. Vorbereitung der Lesungen und Fürbitten. Besuch bei alten und kranken Menschen. Mitarbeit in der Sunday School, eine religiöse Unterweisung der Kinder.

Fußball und Netball sind die „favourite sport activities“

TEUMA - Programm zur Erlangung von Selbstständigkeit und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten:

Ziel des Programms

Die Armutsbekämpfung in der Diözese Njombe durch Spar- und Kreditmaßnahmen, Mikro- und Kleingewerbetraining und -förderung.

Der TEUMA Fond:

  • gewährt Jugendlichen Kredite

  • fördert und entwickelt unternehmerische Aktivitäten junger Menschen durch Training und die Bereitstellung erforderlicher Dienstleistungen

  • macht Jugendliche mit ökonomischen Organisationsformen vertraut, die sie verstehen und durchführen können

  • Unterstützt die ländliche und städtische Jugend in der Diözese Njombe in ihrem gesellschaftlichen Entwicklungsprozess

Der TEUMA Fond richtet sich an die Jugend in der Diözese Njombe sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, die kleine Gewerbe, landwirtschaftliche oder andere kleine Projekte leiten, aber aufgrund mangelnder Sicherheiten keinen Zugang zu Krediten bei Finanzinstitutionen haben.

Welche Art von Projekten werden von TEUMA finanziert?
Das TEUMA – Programm finanziert jegliche Art von Projekt/Aktivität, welche genug Einkommen zur Existenzsicherung für den Gläubiger schafft und gleichzeitig befähigt, den Kredit abzubezahlen.

Das TEUMA – Programm beruht auf dem System der Grameen Bank, d. h.:

  • Jugendliche mit ähnlichen Interessen, die sich gegenseitig vertrauen und nicht aus dem selben Haushalt stammen, formen eine Gruppe von fünf Personen

  • Kredite werden an Individuen innerhalb der Zielgruppe vergeben

  • Frauen und Männer sollten sich in getrennten Gruppen zusammenschließen

  • Der Kreditnehmer wird in Seminaren mit ethischen und ökonomischen Fragen des Kreditwesens vertraut gemacht. Die Zuständigkeiten innerhalb der jeweiligen Gruppe sind in der Satzung des TEUMA-Programms klar geregelt.

Das im Jahr 2000 begonnene Projekt hat sich über die Jahre in der Diözese Njombe etabliert. Aufgrund der immer größeren Bekanntheit und sichtbaren Erfolge ist die Anzahl der Mitglieder stark gewachsen.