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Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer aktuellen Weltfreiwilligen Amelie aus Njombe/Tansania. Diesmal berichtet sie, wie sie Weihnachten und Silvester verbracht hat und welche Erfahrungen sie auf dem Kilimanjaro gemacht hat.

Im letzten Jahr hat die KjG wieder eine Delegation aus verschiedenen KjG-Pfarreien nach Tansania geschickt. Gerne kommen die Delegationsteilnehmer*innen für einen Bilderabend in eure KjG-Pfarrei und schildern ihre Erlebnisse bei unserem Partnerverband UVIKANJO in Njombe.

Karibu Tansania!

Der Diözesanverband hat im August/September 2019 eine Delegation nach Tansania geschickt. Die Mitreisenden haben einen Abend vorbereitet, bei dem sie anhand von Bildern und Anekdoten über ihre Reiseerfahrungen berichten.

Seit über 40 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der KjG im Diözesanverband Würzburg und dem Jugendverband UVIKANJO in Njombe/Tansania. 2019 hat die KjG wieder eine Delegation bestehend aus 10 Personen verschiedener KjG-Pfarreien nach Tansania geschickt. Um über die Partnerschaft und ihre Reise zu informieren und ihre Erlebnisse auf dem anderen Kontinent zu teilen, hat das Team einen anschaulichen Vortrag ausgearbeitet. In Erlenbach wurde bereits ein Bilderabend veranstaltet, in Mömlingen ist ein weiterer geplant. Daneben freut sich die Delegation über weitere Anfragen :-)

Falls auch eure Pfarrei Interesse an einem solchen Tansania-Abend hat, dann meldet euch einfach bei uns im KjG-Büro oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir machen mit euch einen passenden Termin aus und bringen ein bisschen Afrika-Feeling mit zu euch :-)

Die KjG im Diözesanverband Würzburg wünscht allen KjGler*innen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Unser Büro ist bis einschließlich 6. Januar 2020 geschlossen.

Ab 7. Januar sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für euch da.

Seit September verbringt Amelie Müller ein Jahr im Weltfreiwilligendienst bei unserem Partnerverband UVIKANJO in Njombe/Tansania. Mittlerweile hat sie der Alltag dort voll im Griff. Wie es ihr bei ihrer Arbeit im Kindergarten und in der Grundschule ergeht, erfahrt ihr in ihrem aktuellen Erfahrungsbericht.

Hallo,

ich bin jetzt schon zwei Monate in Njombe und habe seitdem viel erlebt, wovon ich euch ein bisschen erzählen möchte. Am Anfang habe ich mir jeweils eine Woche den Kindergarten „Malaika Walinzi“ und die Primary School „St. Bakhita“ angeschaut, beides Einrichtungen des Bistums Njombe. Danach habe ich mich entschieden, von Montag bis Mittwoch im Kindergarten zu arbeiten und die restliche Woche in der Grundschule.

Erstmal zum Kindergarten: mein Alltag dort schaut so aus, dass ich um halb acht früh dort ankomme, wo mich schon die ersten Kinder empfangen. Insgesamt 125 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren besuchen ihn und untereinander sind sie nochmal nach ihrem Alter aufgeteilt, so gibt es dann vier Gruppen mit jeweils einer Erzieherin. Die Kindergartenkinder haben auch schon täglich zwei Unterrichtseinheiten, die erste von 9-10 Uhr und die zweite von 12-13 Uhr. Vier Fächer gibt es insgesamt: Rechnen, Schreiben, Englisch und Malen. Ich unterstütze momentan die Lehrerin der ältesten Gruppe, die Vorschulklasse. Am Anfang der Stunde schreibe ich das Tafelbild an und teile danach den Kindern ihre Hefte und Stifte aus. Nachdem sie den Hefteintag abgeschrieben haben, bringen sie mir ihre Hefte vor und ich korrigiere sie. Was das Unterrichten aber manchmal noch erschwert, ist die Verständigung, weil die Kinder können nur Kiswahili sprechen und reden auch manchmal sehr undeutlich und schnell. Trotzdem darf ich schon viel eigenverantwortlich machen, weil meine Lehrerin ein zwei Monate altes Baby hat, das sie mit auf ihre Arbeit bringen muss und dadurch viel beschäftigt ist. In den Pausen bekommen die Kleinen dann etwas zu essen und danach ist Zeit zu spielen. Ich nehme die Kinder oft Huckepack, mache mit ihnen Klatschspiele oder sie hüpfen oder klettern an mir hoch. Auf jeden Fall macht es sehr Spaß, mit ihnen zu spielen. Leider ist es ein großes Problem, dass überhaupt keine Spielsachen vorhanden sind. Ich hoffe deshalb, dass die schon seit längerem geplante Mauer um den Vorplatz des Kindergartens endlich gebaut wird, damit dort Spielgeräte wie eine Schaukel aufgestellt werden können und die Kinder somit im Grünen spielen könnten und die Pausen nicht nur im ziemlich tristen Innenhof verbringen müssen. Um halb vier endet dann mein Tag im Kindergarten und die Kinder werden von ihren Eltern abgeholt oder mit dem Schulbus nach Hause gebracht.

In der Bakhita-Grundschule gibt es die Klassen eins bis sieben mit jeweils 60-80 Schülern in einer Klasse. Zusätzlich gibt es auch noch eine Vorschulklasse mit 120 Kindern, in der ich unterrichte. Deswegen ähneln meine Aufgaben dort denen im Kindergarten. Ein Unterschied ist aber, dass die Vorschulkinder keine Zeit zum Spielen haben, sondern die meiste Zeit im Klassenzimmer verbringen. Daher ist aber auch das Niveau dort ein bisschen höher, was ich zum Beispiel daran merke, dass die Kinder in der Bakhita schon alle flüssig lesen können im Gegensatz zum Kindergarten. Leider ist es an tansanischen Schulen üblich, dass die Schüler wegen Fehlern oder schlechtem Benehmen bestraft werden, deswegen muss auch ich öfters mit ansehen, wie die Kinder mit einem Stock geschlagen werden, wenn sie beispielsweise zu laut sind. Trotzdem gefallen mir meine beiden Arbeitsstellen sehr gut und die Kinder sind total süß und lieb. In beiden Vorschulklassen war in letzter Zeit viel los, da den Kindern ihre Graduation bevorstand. In Tansania fängt das neue Schuljahr im Januar an und den Dezember über haben sie Ferien. Das bedeutet, dass die Vorschulkinder Ende November aus dem Kindergarten entlassen werden und im nächsten Schuljahr dann die erste Klasse besuchen werden. Daher wurden in den letzten Wochen Abschlussprüfungen geschrieben, die ich mit korrigieren konnte, und Lieder geprobt, die sie dann an ihrem Graduation-Day aufführen. So ist im Kindergarten schon vor einem Monat die zweite Unterrichtsstunde ausgefallen und anstatt dessen wurden Abschiedslieder und kleine Theaterstücke eingeübt. Am 29.11 war es dann soweit und der große Tag ist für die Kindergartenkinder gekommen. Vormittags wurden noch letzte Vorbereitungen getroffen und Tische und Stühle verschoben und am Nachmittag habe ich zusammen mit den Lehrern den Kindern ihre Gewänder angezogen. Danach ging es los und der ganze Kindergarten ist in die Halle gelaufen, wo die Feier stattgefunden hat und die Eltern schon gespannt gewartet haben. Erst haben die Kinder das Einstudierte aufgeführt und daraufhin wurden ihnen festlich ihre Zertifikate überreicht. Es wurden ganz viele Fotos gemacht und die Kinder haben auch viele Geschenke von ihren Eltern bekommen. Es war sehr schön, dabei seien zu können.

Daheim bei Susemarie fühle ich mich auch wohl und am Wochenende erkunde ich meistens mit anderen Freiwilligen aus meiner Nähe Njombe und die Umgebung. So habe ich einmal eine Freundin besucht, die in einem kleine Dorf bei Njombe wohnt und wir haben eine Wanderung gemacht und den Kindern dort deutsche Lieder beigebracht. Oder wir waren auf einem der größten Stoffmärkte in der Region, wo wir typische bunte Stoffe gekauft haben, aus denen ich mir schon Hosen und Kleider nähen habe lassen. Das Highlight war dann ein Ausflug nach Iringa, eine doch für Tansania ziemlich westliche Stadt, wo wir auch mal wieder europäisches Essen bekommen und eine steinzeitliche Fundstätte mit Museum angeschaut haben, sowie beeindruckende Steinsäulen in einem ausgetrocknetem Flussbett.

Das Wetter war laut den Einheimischen für Oktober und November recht kalt und es hat auch ziemlich oft geregnet. Der Dezember soll nun der heißeste Monat werden und die wirkliche Regenzeit beginnen, darauf bin ich schon gespannt und ich werde euch davon berichten.

Liebe Grüße aus Tansania Amelie

Auch 2019 haben sich wieder motivierte Jugendliche auf den Weg nach Schonungen gemacht, um an der Herbstschulung des KjG-Diözesanverbands Würzburg und der Regionalstelle der kirchlichen Jugendarbeit Würzburg teilzunehmen.

Elf Mädchen und elf Jungen aus Würzburg, Niedernberg, Wonfurt, Schweinfurt und Üchtelhausensind am 26.10.2019 in das KjG-Haus nach Schonungen gereist. Vor Ort angekommen ging es auch gleich schon los mit dem Programm. Auf die werdenden Leiterinnen warteten viele verschiedene Einheiten, die sie auf ihr Dasein als Gruppenleiterinnen vorbereiten sollen. So wurden beispielsweise die Themen Motivation, Leitungsstile, Recht & Aufsichtspflicht, Finanzierung der Jugendarbeit und Konflikte in der Gruppe behandelt. Aber auch die Teilnehmerinnen selbst durften aktiv werden: Über die ganze Woche verteilt haben sie jeweils zu zweit ein Spiel angeleitet und durch die anschließende Feedbackrunde konnten sie wichtige Tipps mitnehmen. Außerdem gab es während der Woche mehrere Gäste: Die mobile Umweltstation der KjG - das Klimobil - kam zu Besuch und es gab eine Einheit zum Thema Spiritualität, mit geleitet von Christina Lömmer, die sich unter anderem mit der Gestaltung eines etwas „anderen“ Gottesdienstes beschäftigt hat. Den letzten gemeinsamen Abend haben die Teilnehmerinnen und Teamerinnen dann mit einer gruseligen Halloweenfeier ausklingen lassen. Neben einem verrückten Abendessen, schaurigen Kostümen und Cocktails gab es verschiedene unheimliche Spiele. Am letzten Vormittag haben die Teilnehmerinnen dann im Rahmen der Einheit Medienpädagogik in Kleingruppen Trailer zur vergangenen Leiterschulungswoche erstellt. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Teilnehmerinnen, die zum Gelingen der Woche beigetragen haben und natürlich an die ehrenamtlichen Teamerinnen, welche die Woche inhaltlich vorbereitet haben!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt... Und schwups, schon ist er da, der Advent. In den nächsten Tagen wollen wir euch in gewohnter Weise mit unseren Spiri-Impulsen die Zeit des Warten und der Vorbereitung aus Weihnachten ein wenig erhellen. In diesem Jahr gehts dabei um FARBEN. Den Anfang macht die Farbe VIOLETT

 

 

Violett ist sicher nicht gerade die Farbe, die uns im Alltag vor die Nase kommt. Ja, es gibt die lila Kuh oder den Feminismus, der mit dieser Farbe assoziiert wird, aber sonst begegnet uns violett eher selten. Wenn dann vielleicht schon eher in der staden Zeit des Advents, denn im Kirchenjahr wird sie nämlich vor allem in der Vorbereitungszeit vor Ostern und Weihnachten verwendet. Sinnbildich steht diese Farbe für den Übergang und die Verwandlung. Und da stellt sich doch gleich die Frage: Bist du eigentlich schon in Weihnachtsstimmung?

Der erste Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, das erste Weihnachtslied im Radio oder die vielen Weihnachtsgeschenkideen in den Schaufenstern der Geschäfte - es scheint fast so, als hätte sich über Nacht die Welt auf einmal schneller gedreht. Gefühlt war doch letzte Woche erst der Sommerurlaub zu Ende und jetzt sollen wir schon wieder an Gebäck und Geschenke denken? Irgendwie krass. Doch keine Sorge, es ist ja noch ein wenig hin bis zum frohen Fest. Genügend Zeit, um sich auf das Christkind einzustimmen. Das macht uns auch die Farbe violett bewusst.

Also, kein Stress und nur die Ruhe - der Geist von Weihnachten kommt sicher auch zu dir. Wenn du dir bewusst Zeit für die Ankunft Gottes in dieser Welt nimmst, dann wirst auch du bestimmt bald verwandelt.

Wir sind mitten im Advent und wir nähern uns langsam aber stetig Weihnachten. Mit unseren Spiri-Impulsen möchten wir euch wieder die Zeit des Wartens und der Vorbereitung ein wenig erhellen - denn dieses Jahr dreht sich alles um das Thema Farben. Diesmal geht es um die Farbe GRÜN.

 

 

Draußen ist es kalt und dunkel. Die Bäume sind kahl und der Winter hat uns fest im Griff. Eigentlich ein eher tristes Bild. Doch gerade in der Adventszeit bringen die vielen Tannenbäume, Adventskränze und verschiedene andere Weihnachtsdekorationen etwas Leben in unsere kalte Winterwelt. Das Grün der Tannenzweige als Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Passt doch wunderbar in diese Zeit oder?

Aber lebst DU eigentlich noch? Klar, bist du am Leben, aber bist du wirklich lebendig? Leben - das heißt die Dinge bewusst tun, die Umwelt wahrnehmen, andere Leute treffen, genießen, besinnen, danken... All das kommt in den Tagen vor Weihnachten immer ein wenig zu kurz. Denn die Uhr tickt ja bekanntlich und bis Weinachten gibt es ja noch viel zu tun.

Vielleicht erinnert ja das Grün der Tannenzweige daran, den Advent in diesen Tagen ein wenig mehr zu er-leben. Sich frei zu machen von Stress und Druck, von Tristesse, Dunkelheit und Kälte. Spätestens dann in drei Wochen vor dem Christbaum.

Schneeflocken, Dunkelheit und viele viele Lichter. Die Adventszeit hat uns fest im Griff. Damit ihr euch schon ein wenig auf Weihnachten einstimmen könnt, bringen wir wieder mit unserem Spiri-Impuls ein wenig Farbe in euren Advent. Diesmal geht es um die Farbe ROT.

 

 

Jedes Jahr verbringen wir in den Wochen vor Weihnachten viel Zeit draußen im Freien. Weihnachtsmarkt, Schlittschuhlaufen und manchmal sogar die ein oder andere Schneeballschlacht. Dazu rote Nasen und rote Ohren - kein Problem, das gehört doch irgendwie dazu. Überhaupt ist im Advent viel Rotes in unserem Alltag zu entdecken. Roter Weihnachtsschmuck etwa oder die roten Weihnachtssterne, die Pflanzen, die wir gerne verschenken und mit denen wir in diesen Tagen unsere Wohnungen dekorieren.

Was nur wenige wissen: die Farbe rot soll uns daran erinnern, dass wir an Weihnachten nicht nur die Geburt von Gottes Sohn feiern, sondern dass dieser Sohn später als Erlöser sein Blut für die Menschen vergossen hat. Tod und Sterben mitten in der doch so idyllischen Advents- und Weihnachtszeit - ist das nicht irgendwie unpassend? Blutvergießen und Tragödie anstatt "O du fröhliche!"? Wenn sich in den Tagen vor Weihnachten scheinbar die ganze Welt nur noch um Glühwein, Plätzchen und Geschenke dreht, vergessen wir oft die Menschen, die Trauern oder Leiden. Menschen, die mitten unter uns sind und die nicht wirklich fröhlich sein können.

Vielleicht ist es deshalb gut, dass uns die Farbe rot in der Adventszeit und in den Weihnachtstagen ein wenig zum Nachdenken anregt. Auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht. Denn Gott ist für uns alle Mensch geworden. Und das ist mit Sicherheit das schönste Geschenk.

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Die vierte Kerze am Adventskranz brennt und die Vorfreude auf Weihnachten ist groß. Höchste Zeit, dass wir euch mit unserem Spiri-Impuls die Zeit des Wartens ein wenig erhellen - denn diesmal geht es um die Farbe GELB.

Was wären die Tage des Advents bloß ohne die vielen Kerzen und Lichter, die in den dunklen Tagen vor Weihnachten die Straßen und Plätze hell erläuchten. Weihnachtsbäume mit scheinbar tausenden von kleinen Lichtern, grell beleuchtete Schaufenster und bunt blinkende Weihnachtsdeko an den Türen, Fenstern und Dächern vieler Häuser - die Farbe gelb bringt zu dieser Zeit vieles in unserer Welt zum Strahlen.

Bei all diesem Strahlen und Leuchten, bei all der Lichterfülle und der Lebensfreude vor Weihnachten fehlt aber oft das Entscheidende: die Wachsamkeit. Eigentlich bereiten wir uns doch im Advent auf die Geburt von Gottes Sohn vor. Und wir warten darauf, dass er irgendwann einmal wieder in unsere Welt kommt. Doch sind wir eigentlich bereit dafür? Sind wir wach und achtsam für die wichtigen Dinge des Lebens?

Vielleicht lassen wir uns einfach zu oft von Kleinigkeiten ablenken und lassen uns blenden von Konsum, Trends oder alltäglichen Banalitäten. Dabei geht es doch an Weihnachten vor allem um eine Sache: Gott wird Mensch. In einem kleinen Kind im Stall. Um dieses Ereignis zu verstehen, braucht es keine tausend Lichterketten, sondern nur eine einfache Erleuchtung.

In diesen Jahr feiern wir Ostern anders als sonst. Unfreiwillig müssen wir zuhause bleiben und Abstand halten. Vielleicht können uns ja Jesu Tod und Auferstehung helfen, zu verstehen. Wir wünschen euch frohe und gesegnete Ostern!

Muss das denn wirklich sein?

All dieses Leiden

Diese Angst

Diese Schmerzen

Dieser Tod

Muss das denn wirklich sein?

All diese Distanz

Dieses Gefangensein

Diese Machtlosigkeit

Dieser Verlust

Es muss sein

Nur so gibt es Hoffnung

Nur so gibt es Wandel

Nur so gibt es Neuanfang

Damals und heute

Bei ihrer Herbstdiözesankonferenz im Jugendhaus St. Kilian in Miltenberg unter dem Motto "#kjgonfire – Wofür brennst du?" wählte die Katholische junge Gemeinde (KjG) im Diözesanverband Würzburg am vergangenen Wochenende ihre Diözesanleitung und beschloss die Inhalte für das kommende Jahr.

Auf dem Programm des Wochenendes standen der Rechenschaftsbericht der Diözesanleitung, Workshops zu aktuellen Themen, die Wahlen von Diözesanleitung und Diözesanausschuss sowie ein Lagerfeuergottesdienst mit anschließender Feier.
Spannend ging es auch wieder bei den Wahlen von Diözesanleitung und Diözesanausschuss zu. Die 22-jährige neugewählte Diözesanleiterin Judith Wünn aus Goldbach freute sich: "Ich brenne besonders für das 50-jährige KjG-Jubiläum im Jahr 2020, welches ich am Jubiläumszelt-wochenende gemeinsam mit vielen KjG-Pfarreien feiern möchte." Lisa Deeg (Kitzingen) und Andreas Kees wurden als Diözesanleiterin bzw. Geistlicher Leiter in ihren Ämtern bestätigt. Gemeinsam mit Miriam Großmann (Erlenbach) bilden sie das nun 4-köpfige Leitungsgremium des KjG-Diözesanverbands.
Bei den Zielsetzungen für das nächste Jahr zeigte sich, wie sehr die rund 70 Konferenz-teilnehmer*innen aus 11 KjG-Pfarreien für die Themen ihres Jugendverbands brennen. So beschlossen sie unter anderem, dass künftig bei KjG-Veranstaltungen Produkte des Nestlé Konzerns boykottiert werden, um im Rahmen des kritischen Konsums ein Zeichen gegen die umstrittenen Produktionsweisen und die Wasserpolitik des Konzerns zu setzen. Auch ein Satzungsänderungsprozess zur Geschlechtergerechtigkeit in KjG-Strukturen wurde gestartet.
Lebhafte Diskussionen gab es beim Schwerpunktthema Eine-Welt-Arbeit. So plant die KjG im nächsten Jahr eine Delegation des Partnerverbands UVIKANJO einzuladen. Im Sommer 2021 soll es zudem eine Segelfreizeit mit Workshops zu den Themen Umweltverschmutzung und klimaneutrales Reisen geben.
Die nächste Diözesankonferenz wird am 28. März 2020 in Würzburg stattfinden.

Die KjG und der BDKJ haben auf ihren Bundesversammmlungen 2007 ihre Mitglieder dazu aufgerufen, Getränke des Coca-Cola-Konzerns zu boykottieren. Der Grund dafür: Coca-Cola ist mit internationalen Aktivitäten mehrfach in die Kritik geraten, beispielsweise durch Verunreinigung und Erschöpfung von Grundwasservorräten in Indien. Unter anderem wirft der BDKJ dem Unternehmen vor, die wegen ihres Einsatzes für Gerechtigkeit verfolgt und zum Teil ermordet werden, nicht ausreichend zu schützen. Mit einem Kaufboykott wollen die Jugendverbände gegen diese Menschenrechtsverletzungen protestieren. Das gute, alte Flaschendrehen ist eine Möglichkeit, sich in einer Gruppenstunde in einer Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit mit dem Coca-Cola-Boykott zu beschäftigen.

Die Regeln dürften bekannt sein, aber zur Erinnerung sind sie noch einmal zusammen gefasst: Setzt euch in einen Kreis, am besten auf den Boden. EinE SpielerIn zieht eine Aufgabe und liest sie vor ...
Bevor er/sie die Flache dreht, überlegt er/sie sich eine kleine „Strafe“, falls die Aufgabe nicht erfüllt wird. Dann wird die Flasche gedreht und derjenige/diejenige auf den die Flasche zeigt, muss die Aufgabe ausführen. Dann ist der/die Nächste dran. Nehmt die Aufgaben und Antworten auch als Anlass für kleine Diskussionen!

Charakter:

ein Klassiker, spaßig, diskussionsanregend
ab 14 Jahre
6 - 16 Personen
30 - 45 Minuten

Material:
Aufgabenkarten, Getränkeflaschen (am besten aus Glas), Papier und Stifte, drei verschiedene Cola-Getränke (für die Aufgabe „Cola-Test“)

Holger Walz, Bildungsreferent KjG Köln

Aufgaben zum Ausschneiden:

  • Versorge mindestens die Hälfte aller Leute in dieser Runde mit einem Getränk, das nicht vom Coca-Cola-Konzern ist! Du hast 30 Sekunden.
  • Mach den Cola-Test! Erkennst du verschiedene Cola-Sorten am Geschmack?
  • Wähle mit der Flasche zwei SpielerInnen. Diese nennen dann abwechselnd Cola-Getränke-Marken. Wer keine mehr weiß, hat verloren.
  • Halte einen flammenden Appell für den Boykott von Coca-Cola-Produkten!
  • Wähle mit der Flasche zwei SpielerInnen. Wie viel Prozent der deutschen KonsumentInnen haben schon einmal bestimmte Lebensmittelmarken wegen ihrer Firmenpolitik nicht mehr gekauft? Wer am nächsten dran ist, gewinnt.
  • Wähle mit der Flasche zwei SpielerInnen. Diese nennen dann abwechselnd Menschenrechte. Wer keines mehr weiß, hat verloren.
  • Male den Schriftzug von Coca Cola nach!
  • Wähle mit der Flasche zwei SpielerInnen. Diese nennen dann abwechselnd Getränke, die zum Coca-Cola-Konzern gehören. Wer keines mehr weiß, hat verloren.
  • Stelle in einer Rede überzeugend dar, warum du einen Kaufboykott nicht unterstützt!
  • Stelle pantomimisch eine Spätfolge übermäßigen Coca-Cola-Konsums dar! Die anderen müssen raten.
  • Wähle mit der Flasche zwei SpielerInnen. Diese nennen dann abwechselnd Werbeslogans von Coca-Cola. Wer keinen mehr weiß, hat verloren.

Methoden & Meinungen

Auf www.kjg-koeln.de findet ihr Downloads zu dieser Methode:

  • Aufgaben zum Ausschneiden
  • Infos und Antworten zu den Aufgaben
  • BDKJ-Beschluss und weitere Infos zum Boykott

Holger Walz machte in mehreren Regionalausschüssen eine Meinungsumfrage zum Coca-Cola-Boykott. Die Ergebnisse findet ihr ebnfalls auf www.kjg-koeln.de

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