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Lade deine Gruppenkinder doch mal zu einem Kirchenbesuch der anderen Art ein!

Lade Deine Gruppenkinder doch mal zu einem Kirchenbesuch der anderen Art ein: Geht mal in Eurer Gruppenstunde bzw. außerhalb eines Gottesdienstes in die Kirche und lasst Eure Grüpplinge die Kirche erforschen: Was fällt ihnen besonders auf? Vielleicht könnt ihr es sehen: Die Kerze 1€ zum Anzünden, Hefte die Ausliegen haben ihren Preis und die Krippe an Weihnachten läuft auch erst, wenn man Geld einschmeißt. Aber das ist nicht alles.

Welche Orte in der Kirche mögen sie, welche gar nicht? Gib ihnen die Möglichkeit die Dinge auf einem Plakat aufzuschreiben und überlegt, welche Erlebnisse mit und in der Kirche besonders schön für sie sind. Anschließend dürfen sie diese unbezahlbaren Momente auf Steine schreiben, die sie entweder mit nach Hause nehmen, in einen Jugendgottesdienst eingebaut werden oder aber nach der Umfrage unten verteilt werden können.

 

Die Umfrage:

Wenn sich Kinder und Jugendliche in der Pfarrei aktiv sind, werden sie manchmal als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Doch gerade auch ihr als Gruppenleitern seid mit und für eure Kinder, euren Ideen und eurer Zeit unbezahlbar – lasst Euch das ruhig auch mal von Eurer Pfarrei sagen!

Los geht’s:

Überlegt Euch in Eurer Gruppenstunde Fragen, z.B.: Wie nehme ich die Jugendarbeit in meiner Pfarrei wahr? Welche Jugendgruppen kenne ich? Was finde ich an der Jugendarbeit unbezahlbar. Dann geht es auf die Straße: Befragt die Leute, denen ihr begegnet. Auch könnt ihr Euch überlegen, von wem ihr die Fragen gezielt beantwortet haben wollt (Eltern, Pfarrer, Pfarrgemeinderäte etc.) Oder aber ihr stellt Euch nach dem Gottesdienst vor die Kirche und quetscht die Gottesdienstbesucher aus.

Danach ist noch die Auswertung dran: Was kam besonders häufig als Antwort vor? Welche Antworten ärgern Euch, über welche freut ihr Euch besonders?

Wir würden uns darüber freuen, von Euren Antworten zu erfahren, ein paar werden in der nächsten ImFluss abgedruckt.

Wovon träumst du?

Weitere Gruppenstundenideen, welche sich mit dem Traum von Kirche beschäftigen, sind auch im Internet zu finden. Das „Projekt Samuel“ des BDKJ Freiburg beschäftigt sich mit diesen Träumen. Passend Für jede Altersgruppe formuliert finden sich Gruppenstundenvorschläge, Warm Ups und Methodenbausteine für Gottesdienste. Wenn ihr Lust bekommen habt Euch intensiver mit Eurem Traum von Kirche auseinanderzusetzen, schaut mal auf: http://projektsamuel.de

Der russische Schriftsteller Marschak beobachtete einmal sechs- bis siebenjährige Kinder beim Spielen. "Was spielt ihr?" fragte er sie. "Wir spielen Krieg", antworteten die Kinder. Daraufhin erklärte ihnen der Schriftsteller: "Wie kann man nur Krieg spielen! Ihr wisst doch sicher, wie schlimm Krieg ist. Ihr solltet lieber Frieden spielen." "Das ist eine gute Idee", sagten die Kinder. Dann Schweigen, Beratung, Tuscheln, wieder Schweigen. Da trat ein Kind vor und fragte: "Großväterchen, wie spielt man Frieden?"

Kurzbeschreibung/Ziel:

Kriegspielen ist einfach, aber Frieden? Methode im Anschluß des Textes:wo beginnt bei mir der Friede

 

Danach:

kurzer Austausch: Wie spielt man Frieden?

Impulse fürs Gespräch:

"Den Nächsten lieben wäre schwer nicht schwer, wenn er nicht so nahe wäre!" Trifft dieser Spruch zu?
Biblischer Bezug Mt 25,31-46; wer ist mein Nächster?
Wo kann Frieden bei uns beginnen?
Gibt es ein Hilfsprojekt, das wir tatsächlich unterstützen wollen (z.B. mit Einnahmen aus einem Bazar, Altpapiersammlung...?)

"I have a dream" sagte Martin Luther King vor über 30 Jahren. Es ist wichtig, sich immer wieder seiner Träume bewusst zu werden. Mit unseren Träumen beginnen wir unsere Realität zu verändern. Auch unsere Träume vom Frieden sind ein erster Anfang. Hier also eine Traumreise zum Frieden.

Material:
Ruhige Entspannungsmusik, evtl. Wolldecken o. ä.

 

 

Dauer:

30 Minuten
Für Jugendliche ab 14 Jahren

Ablauf:

1.Schritt:

Einstimmung

Im Hintergrund läuft ruhig entspannende Musik. Im abgedunkelten Raum sucht ihr euch einen Ort, wo ihr bequem liegen könnt (Teppichboden oder Wolldecken).

Die Leitung stimmt die Phantasiereise ein (Sieh Seite 78/79)

2. Schritt:

Phantasiereise in eine Oase des Friedens

Hinter dir liegt ein ereignisreicher Tag. Manchmal ging es vielleicht drunter und drüber. Auch Probleme und Konflikte waren da – ausgesprochen oder unausgesprochen (...). vielleicht hast du dich gestritten, jemanden weh getan. Vielleicht bist du enttäuscht worden oder hast selbst andere enttäuscht. Jetzt, wo du zur Ruhe kommst, sehnst du dich nach Frieden. Darum begibst du dich auf eine lange Reise. (...)

Du gehst über asphaltierte Straßen und auch durch Wälder, vorbei an großen Städten und kleinen Dörfern. Du überquerst die Grenze zwischen Ländern und begegnest fremden Kulturen. (...)

In der Ferne siehst du einen Berg, der sich über den Horizont erhebt. Ganz oben auf den Hügel erkennst du ein kleines Dorf, zu dem alle Straßen und alle Wege führen. Du bist neugierig und deine Schritte werden schneller. Du hast das Ziel vor Augen und vergisst immer mehr, was um dich herum geschieht. (...)

Das Ortsschild, an dem du vorbeikommst, ist in mehreren Sprachen geschrieben. Im Dorf selbst siehst und Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe und unterschiedlicher Kleidung. Sie sprechen Sprachen, die du nicht kennst. Jede und jeder begrüßt dich mit einem Lächeln in seiner und ihrer Sprache. Du hörst: SCHALOM (...) SALAM (...) FRIEDE (...) PEACE (...) PAIX (...) Du stellst dir die Menschen vor, wie sie dich als Fremden freundlich empfangen und aufnehmen. (...)

Sie laden dich ein in ihre Häuser. Die Menschen im Dorf haben Zeit – viel Zeit. Sie leben ohne Hetzte und ohne Streit. Sie leben ohne Neid und ohne Eifersucht. Zwischen ihren Häusern gibt es keine Mauern. Nachbarn teilen den gleichen Garten. Die Gärten sind ein Teil der weiten Landschaft. Hier fühlst du dich wohl. Du ruhst dich aus in dieser Oase des Friedens und du schaust ins weite Land. (...)

Als fremder Gast wirst du wie ein Freund empfangen. Sie nehmen dich mit auf einen Rundgang durch ihr Dorf. Ihr geht zu einer Schule. Du siehst, wie die Kinder auf dem Schulhof miteinander spielen – keiner wird ausgeschlossen. Jedes Kind lernt die Sprache und Bräuche der andren Kinder kennen. Stell dir eine Schule vor, in der alle einander achten und niemand das Wort „Ausländer“ kennt. (...)

Ihr kommt zu einem einfachen Haus, in dem niemand zu wohnen schient. Und doch sind da viele Menschen versammelt. Du öffnest die Tür und betrittst den großen Raum. Es ist ein Ort des Schweigens. Hier beten und meditieren Menschen verschiedener Religionen nebeneinander. Du setzt dich auf den Boden und nimmst die friedliche Stille dieses Ortes in dich auf. (...)

Vor dem Haus verabschiedest du dich von den Bewohnern des Dorfes. Noch einmal heißt es SHALOM, SALAM, FRIEDE. Ganz beeindruckt von den Gesprächen und den Erlebnissen verlässt du das Dorf. Langsam gehst du den gleichen Weg zurück, auf dem Du gekommen bist. Durch verschiedene Länder, über Straßen und Felder. (...)

Am Ende deiner Reise bist du wieder hier, in diesem Raum angelangt. Halte diene Augen noch einen Augenblick geschlossen und nimm einige Bilder deiner Vorstellung in dein jetziges Leben hinein: Menschen gehen aufeinander zu, sie lernen einander zu verzeihen, die Starken richten die Schwachen auf, die Ängstlichen werden ermutigt, alle haben Geduld miteinander. Gottes neue Welt ist in deiner Phantasie aufgeleuchtet. Eine friedliche Welt. Sie soll jetzt lange in dir nachwirken.

3. Schritt:

Zur Vertiefung lest ihr folgenden Text:

„Dieses Friedensdorf existiert nicht nur in der Phantasie. Unter dem Namen „Neve Shalom – Wahat al-Salam“ (Oase des Friedens) ist ein kleiner Ort zwischen Tel Aviv und Jerusalem bekannt. Hier leben jüdische und palästinensische Bürger Israels miteinander. Die erste Familie zog 1977 auf den 100 Hektar großen Hügel. Bis zum Jahr 2000 ist das Dorf bereits auf 40 Familien angewachsen. In verschiedenen Bereichen wird auf die Toleranz, gegenseitige Achtung und Zusammenarbeit beruhende Gemeinschaft gelebt: In Kindergarten und Schule werden die Kinder schon früh mit ihrer jeweiligen Kultur und Tradition vertraut gemacht. Zugleich lernen die Kinder Achtung gegenüber der Tradition der jeweils anderen Gruppe. Die Sprachen Hebräisch und Arabisch werden gleichberechtigt als Unterrichtssprache gebraucht. Eine Friedensschule bietet Ausbildungskurse für Jugendliche und Erwachsene an. Am Rande des Dorfes liegt das „Haus des Schweigens“ - ein Ort zum Nachdenken, Meditieren und Beten. Wenn die Menschen auch durch die Verschiedenheit des Glaubens getrennt sind, können sie doch in der Stille Gemeinschaft erleben. Die Oase des Friedens ist offen für alle Gäste, die an einer friedlichen Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts interessiert sind oder einfach zur Erholung kommen.“

4. Schritt:

Ihr betet zusammen ein Vater Unser für den Frieden.

Wer bin ich? Was will ich vom Leben? Woran glaube ich? Was ist mir wertvoll? Was mache ich gerne? Wen oder was liebe ich? Wer sind meine Freunde? Alles Fragen, mit denen sich Jugendliche beschäftigen. Antworten sind nicht immer leicht zu finden. Sie bilden sich im Laufe der Zeit, durch ausprobieren, durch schöne oder schmerzliche Erfahrungen, bei Freunden und Menschen, denen ich vertraue....und am Besten im Spiel! Hier ein Vorschlag für eine Gruppenstunde.

Material:
Klebstoff, Scheren,
große Zeichenblätter im Format DIN A1

Kurzbeschreibung/Ziel:

Das Experiment regt die Jugendlichen an, ihre Persönlichkeit auf eine relativ spielerische Weise darzustellen, sich klarer zu werden über wichtige Charakteristika ihrer Individualität und ihre intuitiven Gestaltungsmöglichkeiten einzusetzen. Gleichzeitig hilft das Experiment den Jugendlichen, einander beser kennenzulernen und dadurch mehr Sicherheit in der Gruppe zu gewinnen. Material: eine Menge Zeitschriften verschiedener Typen, die Bilder aus den Lebensbereichen enthalten, mit denen sich die Jugendlichen ihrer Gruppe vermutlich beschäftigen.

Beschreibung:

Ich möchte, das ihr heute eine große Collage anfertigt zu der Überschrift: „Das bin ich!“ Aus den Zeitschriften, die wir haben, könnt ihr Bilder und einzelne Worte ausschneiden und sie zu einer Art Mosaik zusammenfügen, das dem Betrachter nachher vor Augen führt, wer ihr seid. Und wer wir sind, das zeigt sich in einer Vielzahl von Aussagen: Was wir vom Leben wollen, was wir glauben, was wir für wertvoll halten, was wir gern tun, wen wir lieben, wo wir leben, wer unsere Freunde sind, wer zu unserer Familie gehört, was wir lernen, welchen Sport wir treiben usw. Fügt die einzelnen Bilder und Textteile so zusammen, dass eure Persönlichkeit in ihrer Einzigartigkeit deutlich wird. Bitte schreibt nirgendwo euren Namen hin. Wenn die Collagen fertig sind, werden wir in der Gruppe über sie sprechen. Ihr habt 2 Stunden Zeit, um euch in der beschriebenen Weise darzustellen. Sucht euch einen ruhigen Arbeitsplatz im Raum und sprecht nicht miteinander... Stoppt nun und hängt eure Collagen nebeneinander an die Wand. Heftet unten an euer Bild noch ein leeres Blatt Papier... Ich möchte, dass ihr nun von Bild zu Bild geht und auf das angeheftete Papier in ein oder zwei Sätzen einen kurzen Kommentar zu der Collage schreibt. Sagt, was euch gefällt, was euch durch den Kopf geht und welche Fragen ihr habt... Warten Sie, bis alle fertig sind. Kommt nun in Vierergruppen zusammen und bringt eure Collagen und die Kommentare der anderen zu eurer Arbeit mit... Lest die Kommentare zu euren Collagen und stellt dann jeweils eine Collage in den Mittelpunkt eurer Aufmerksamkeit. Derjenige, der sie angefertigt hat, soll den anderen erklären, was sie bedeuten usw. Er soll auch sagen, was er mit den Kommentaren anfangen kann, die ihm die anderen Gruppenmitglieder geschrieben haben. Wie weit fühlt ihr euch verstanden? Wie weit wurdet ihr angeregt, durch die Kommentare, das eine oder andere neu zu sehen? Die anderen drei können Fragen stellen, um möglichst genau zu verstehen, was der „Künstler“ zum Ausdruck bringen wollte. Nehmt euch für jede Collage 10 Minuten Zeit... Kommt nun zum großen Kreis zurück... Lassen Sie zunächst jeden Teilnehmer seine Collage identifizieren.

Auswertung:

  • Wie hat mir das Experiment gefallen?
  • Was ist für mich jetzt der wichtigste Teil in meiner Collage?
  • Welchen Teil meiner Collage sehe ich jetzt anders?
  • Welchen Titel würde ich meiner Collage geben?
  • Welche Seite meiner Persönlichkeit möchte ich in Zukunft verändern oder entwickeln?
  • Wie habe ich gefühlsmäßig auf die Kommentare der anderen reagiert?
  • Habe ich etwas Neues gelernt?
  • Was möchte ich mit meiner Collage machen?
  • Wie fühle ich mich jetzt?
  • Was möchte ich sonst noch sagen?

Quelle: Fundus

An Fasching können wir ganz ungezwungen in andere Rollen schlüpfen. Das macht einen rießigen Spaß. Im Elternhaus, in der Schule in der Clique, mit guten Freunden,... haben wir oft ganz unterschiedliche Rollen, die uns mehr oder weniger passen. Um sich dieser Rolle bewusst zu werden, und um dann der Frage nachzugehen: Wer bin ich? - Wer möchte ich sein? - Wie werde ich selbstbewusster?, könnte die folgende Gruppenstunde eine Möglichkeit sein.

Material:
8 - 12 verschiedene Hüte Zettel mit den verschiedenen Rollen
Klebeband
ein Plakat

Beschreibung:

Je nach Anzahl der Hüte und entsprechend der Situation der Jugendlichen in der Gruppe werden Zettel mit verschiedenen möglichen Rollen beschriftet: Tochter meines Vaters, Sohn meiner Mutter, Enkelin meiner Oma, Mitglied im Sportverein, Mitglied der Pfarrjugend, Freund(in) von Susanne, Freund(in) von Thomas, Schüler meines Mathematiklehrers, Mitschüler in meiner Klasse, mit anderen aus meiner Clique, einer unter vielen beim Vorstellungsgespräch,...

Die Zettel werden in die verschiedenen Hüte geklebt. Die Hüte werden in der Gruppe verteilt. Jede*r bekommt einen Hut aufgesetzt (nicht alle aus der Gruppe brauchen einen Hut). Es werden die verschiedenen Rollen vorgestellt. Anschließend bilden sich Gruppen von ca. 4-5 Jugendlichen mit der Aufgabe, zu den Rollen, wie sie in den Hüten stehen, kleine typische Szenen auszudenken. Die Szenen werden gegenseitig vorgespielt und es wird jeweils kurz ausgewertet, welche Rollen der*diejenige in dieser Szene einnehmen muss. Es werden jeweils ein oder zwei Stichworte auf einem Plakat festgehalten. Anschließend werden einer*einem die Hüte, die zu diesen Rollen gehörten alle aufgesetzt, der*die damit durch den Raum gehen soll.

Folgende Fragen in der Großgruppe ansprechen, um miteinander ins Gespräch zu kommen:

  • Wie geht´s Dir mit all diesen Hüten?
  • Kann man sich so gut bewegen?
  • Kennen wir Situationen, wo wir in unseren Alltag Rollen spielen, wo wir nicht wir selber sind?
  • Welche Erwartungen sind an bestimmte Rollen geknüpft?
  • Passen diese Hüte - Rollen zusammen?
  • Gibt es Hüte, die Du gerne ablegen würdest?
  • Welche brauchst Du unbedingt?
  • Wie geht´s Dir ohne Hüte?

Quelle: Fundus

Jetzt ist sie also da die Fastenzeit! Eine Zeit in der man ein Opfer bringen soll. Ein Fastenopfer. Doch wer kann damit schon etwas anfangen? Das Fasten als Opfer verstanden ist meiner Meinung nach auch zu wenig. Fasten als Loslassen von unwichtigen Dingen, um den Blick auf wichtige Dinge wieder zu finden, könnte für uns dagegen schon wichtiger sein. Und wenn wir beim Blick in uns selbst ehrlich sind, müssen wir feststellen, dass sich schon wieder allerlei Gerümpel angesammelt hat. Hier ein Vorschlag für eine Aktion oder Gruppenstunde, die vordergründig nichts mit der Fastenzeit zu tun hat, aber vielleicht auch tiefer gehen kann.

Beschreibung

Schaut mal in eure Jugendräume. Da hat sich in den letzten Jahren viel Müll und Gerümpel angesammelt. Wäre jetzt nicht eine tolle Zeit aufzuräumen? Nehmt euch ein oder zwei Gruppenstunden Zeit, eure Jugendräume aufzuräumen. Versucht dabei zu unterscheiden, was wichtig ist und aufgehoben werden muss und was unwichtig ist und weggeworfen werden kann. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja auch kleine Renovierungsarbeiten vornehmen. Wichtig: wenn die Aufräumaktion abgeschlossen ist, nehmt euch Zeit, die Aktion in der Gruppe zu reflektieren.

Reflexion

Fastenzeit ist wie Aufräumen, Entrümpeln. Das tut nur dann richtig weh, wenn man nicht loslassen kann. Wird das eigene Herz oder die eigene Seele entrümpelt, spürt man sich gleich ganz anders. Das tut gut!

Jede*r Teilnehmer*in erhält ein rotes Herz aus Tonpapier und soll sich in einer kurzen Zeit der Einzelbesinnung Gedanken zu folgenden Fragen überlegen (ruhige Musik läuft im Hintergrund):

  • Mit welchen Dingen ist mein Herz voll?
  • Woran denke ich in meinem Herzen den ganzen Tag?
  • Was beschäftigt mich in meinem Herzen?
  • Woran hängt mein Herz? 

Die Teilnehmer*innen notieren für sich ihre Gedanken auf ihren Herzen.

In einem zweiten Schritt machen sich die Teilnehmer*innen auf der Rückseite des Herzens zu folgenden Gedanken Notizen:

  • Schau dich in eurem Gruppenraum um: wie gefällt dir der neue Raum? Welche Gefühle hast du?
  • Erinnere dich an eure Entrümpelungsaktion: hat es dir Spaß gemacht? Was war gut daran?
  • Schau in dein Herz: was willst du in deinem Herzen ausmisten?

 

Zum Abschluss kann noch ein Lied gesungen oder ein Gebet vorgelesen werden, zum Beispiel:

Du hast in dein Herz gesehn.

Du hast Ordnung ins Chaos gebracht.

Du hast die Dinge in die Hand genommen.

Du hast gefühlt, wie schwer sie wirklich wiegen.

Du hast die Dinge neu sortiert.

Du siehst jetzt alles mit einem anderen Blick.

Du kannst wieder neu darauf zugehen.

Du merkst jetzt, für wieviel Dinge dein Herz Platz hatte, wie groß dein Herz eigentlich ist.

Du merkst jetzt, wie leicht dir ums Herz geworden ist.

Gott, hilf mir, mein Herz an den rechten Platz zu bekommen, damit ich zu mir selber finde und weiß, was ich will und wohin ich gehöre. Amen.

Hier nun also ein Vorschlag für eine Gruppenstunden zum Thema "was mir wertvoll ist..."
Vielleicht entwickelt sich ja aus dieser Gruppenstunde der ein oder andere Text, der dann zu diesem Wettbewerb der kja eingereicht werden kann. Viel Spaß damit.

Kurzbeschreibung/Ziel:

Prioritätensetzung klären, Dinge, die das Leben lebenswert machen, benennen und deren Wert für sich persönlich heraus finden.

 

Material:

40 – 60 Kärtchen, Filzstift, Wert-Zettelchen
Teilnehmer*innen: 10 - 20
Dauer: ca. 45 Minuten

Verlauf:

Die Gruppe sammelt als Brainstorming für sie bedeutende Dinge („Lebenswert“) auf Kärtchen (z. B. Schokolade, Glück, Arbeitsplatz, Teddy??? ...). Dann erhält jedeR Teilnehmer*in ein Punktekontingent von 300 Punkten. Nun ruft der*die Leiter*in einen Begriff nach dem anderen zur Versteigerung auf und die Teilnehmer*innen können in 10er-Schritten versuchen, den Wert zu ersteigern (wenn sie ihn gern hätten). Wer den Zuschlag bekommt, erhält die Karte und den „Preis“ von seinem Punktekontingent abgezogen. So geht das weiter bis entweder alle Werte weg sind oder niemand mehr liquide ist.

Beispiel:

Die Methode kann eingebettet sein in einen Themenblock „Was ist mir in meinem Leben wichtig“. Anschließend sollte im Gespräch ausgewertet werden, ob die Teilnehmer*innen nun auch zufrieden sind mit ihren ersteigerten Werten.

Auswertung/Besondere Hinweise:

Der*die Leiter*in sollte die Gruppe schon etwas kennen, damit er*sie als Auktionator*in einschätzen kann, wie man die einzelnen fordern oder anstacheln kann. Kenntnis der Namen ist ebenfalls von Vorteil.
Vor der Methode sollte ein kurzer Themeneinstieg in „Lebenswerte“ gemacht werden, damit die Teilnehmer*innen mit dem Brainstorming etwas anfangen können.

Erfahrungen:

Witzige, spritzige Methode, die dennoch sehr persönlich ist und dem Inhalt sehr gut gerecht wird.

Quelle: www.fundus-jugendarbeit.de

Wann und wie betet ihr? In der Kirche? Zu Hause? Leise, laut, singend oder tanzend? Betet ihr zum Dank, um für etwas zu bitten oder zur Kontaktaufnahme mit Gott? Betet ihr alleine oder mit anderen oder gar nicht? Es gibt viele Gebete, die wir kennen und mehr oder wenig häufig, ohne weiter darüber nachzudenken, mitbeten. Da gibt es das bekannteste, das „Vater unser“, Tischgebete oder auch Kindergebete. Manchmal ist es schön, ein Gebet mit vielen anderen zusammen zu beten. Solche Gebete sind kraftvoll. Manchmal fehlt aber der individuelle Spielraum, um eigene Gedanken und Gefühle einzubringen.

1. Das Elfchen - Schreibt doch einmal eigene Gebete!

Versucht in Worte zu fassen, was euch beschäftigt, was ihr euch wünscht oder über was ihr euch ärgert. Vielleicht wollt ihr auch einfach mit Gott „ins Gespräch kommen“.
Als kleine Hilfe könnt ihr die „Elfchen-Form“ verwenden. Das Elfchen besteht aus elf Worten, die in festgelegter Folge auf fünf Zeilen verteilt werden. Für jede Zeile wird eine Anforderung, die je nach didaktischer Vorgabe variiert werden kann, formuliert:
Erste Zeile – Ein Wort
(ein Gedanke, ein Gegenstand, eine Farbe, ein Geruch o.ä.)
Zweite Zeile – Zwei Wörter
(was macht das Wort aus Zeile 1)
Dritte Zeile – Drei Wörter
(wo oder wie ist das Wort aus Zeile 1)
Vierte Zeile – Vier Wörter
(was meinst du?)
Fünfte Zeile – Ein Wort
(was kommt dabei heraus)

Beispiele

  1. Beten
  2. gen Himmel
  3. tief, hoffnungsvoll
  4. Ich bete eher selten
  5. vertan
  1. KjG
  2. total super
  3. begeistert, politisch, engagiert
  4. Ich bin auch dabei
  5. menschkomm!

2. Gebete malen

Gebete malen“- Wie soll denn das gehen? Beten kann man nicht nur mit Worten, sondern auch mit Farben, Formen, Linien und Zeichen. „Gebete malen“ ist eine Art Meditation. Jedes Gruppenmitglied bekommt ein möglichst großes Blatt Papier oder ihr malt zusammen in der Gruppe auf ein riesiges Plakat. Dann braucht ihr noch jede Menge bunte Stifte oder Plakafarben und Pinsel.

Einigt euch auf eine Gebetsform wie Dankgebet, Bittgebet, Lobpreis oder einigt euch auf ein Stichwort wie „Liebe“, „Leben“ oder „Ermutigung“. Nun fangen alle an zu malen. Ihr müsst euch ausreichend Zeit nehmen. Am besten lasst ihr im Hintergrund Musik laufen, damit eine gute und ruhige Atmosphäre entsteht.
Stellt danach eure Bilder einander vor oder erkundet gemeinsam das Gemeinschaftskunstwerk. Wenn ihr wollt, macht mit euren Bildern eine kleine Ausstellung im Gruppenraum oder in der Kirche. Wenn ihr die Bilder öffentlich ausstellt, ist es gut, das Stichwort oder das Thema mit anzugeben.

Material:
große Papierbögen oder Plakate
verschiedene Farben
meditative Musik

Für viele ist die Bibel ein dickes Buch mit sieben Siegeln. Immerhin ist die Bibel das meist aufgelegte und übersetzte Buch. Fast jede und jeder hat eine Bibel zu Hause im Regal stehen. Doch viele Texte in der Bibel scheinen unverständlich und altmodisch. Die Kampagne "menschkomm! KjG bewegt Glauben!" möchte euch ermuntern die Bibel zu entdecken. Es geht nicht darum ganze Kapitel oder Bücher zu lesen, sondern mit einzelnen Texten oder Versen spielerisch umzugehen und darüber ins Gespräch zu kommen. Lasst doch die einzelnen Texte einfach einmal auf euch wirken.

1. Gruppenstunde: Die 100 Namen Gottes

In der Bibel stehen unzählige Namen, bzw. Bezeichnungen für Gott: Allmächtiger, Herr der Heere, Hirte, … Manche Namen klingen für uns unverständlich oder gar bedrohlich, andere sind sehr klar, verständlich und positiv. Gott lässt sich nicht mit einem Namen beschreiben oder festlegen. Doch immer schon haben die Menschen versucht, Gott zu umschreiben, indem sie ihm Namen gegeben haben. Oft stecken hinter diesen Namen Wünsche und Sehnsüchte.
Was sind eure Namen Gottes?
Sammelt Namen und Bezeichnungen für Gott aus der Bibel. Ihr könnt auch ein Wettspiel machen. Wer findet in einer bestimmten Zeit die meisten Namen? Ergänzt dann die Liste mit Namen Gottes, die euch noch einfallen oder die ihr erfindet. Am besten schreibt ihr die Namen auf ein großes Plakat oder eine Tapetenrolle. Während ihr sammelt und schreibt, könnt ihr mit geeigneter Musik eine ruhige Atmosphäre schaffen.

Anschließend versucht einmal in der Gruppe die Top 10 der Namen Gottes festzulegen. Dabei entsteht eine interessante Diskussion.

Material:
• mehrere Bibeln
• Plakat oder Tapetenrolle
• dicke Stifte
• meditative Musik

2. Gruppenstunde: Bibelgespräch

Die Bibel ist kein Privatbuch. Es lohnt sich über einen Bibeltext ins Gespräch zu kommen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Nehmt euch einen überschaubaren Textabschnitt aus der Bibel. Schreibt den Text auf ein Plakat. Der Bibeltext wird dann von einer Person laut vorgelesen:

Was mir gefällt - was mich stört

Jede und jeder in der Gruppe bekommt einen roten und einen grünen Stift. Mit rot werden Sätze markiert, die unverständlich oder störend sind. Mit grün markiert ihr die Sätze, die euch besonders ansprechen.
Danach könnt ihr euch darüber austauschen, warum ein Satz besonders ansprechend ist und warum ein anderer Satz eher Unbehagen hervorruft. Oft werden unsere Gefühle beim Hören oder Lesen bestimmter Sätze mit eigenen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Überlegt euch deshalb ruhig einmal, wo habe ich schon einmal einen ähnlichen Satz gehört und warum hat er mich da besoders angesprochen oder gestört.
Material:
• Plakat mit Bibeltext
• je Gruppenmitglied einen roten und einen grünen Stift

Was mich anspricht, spreche ich aus

Jede und jeder spricht den Satz laut, der sie*ihn besonders anspricht. Es gibt keine Reihenfolge. Nach einer ausreichenden Zeit (es darf ruhig längere Pausen geben) wird der Text noch einmal laut vorgelesen.
Material:
• Plakat mit Bibeltext

Schreibgespräch

Jedes Gruppenmitglied bekommt einen Stift und schreibt auf das Plakat mit dem Bibeltext, was spontan einfällt oder er*sie sagen möchte. Man kann auch auf die Anmerkungen der anderen reagieren, Wörter und Sätze mit Zeichen markieren oder unterstreichen. Während des Schreibgespräches wird nicht gesprochen. Eine meditative Musik kann dafür hilfreich sein.
Material:
• Plakat mit Bibeltext in der Mitte
• je Gruppenmitglied einen Stift
• evtl. meditative Musik

Wie auf einer Töpferscheibe

Jedes Gruppenmitglied bekommt einen Tonklumpen und fängt an zu kneten und zu formen. Es geht nicht darum, ein möglichst perfektes Kunstwerk zu erstellen, sondern spontan inspiriert durch den Bibeltext den Tonklumpen zu formen. Der klumpen kann sich immer wieder verändern. Es kann ein abstraktes Gebilde, aber auch ein Gegenstand oder etwas Figürliches entstehen. Nehmt euch Zeit. Am besten lasst ihr eine geeignete Musik im Hintergrund einspielen. Interessant ist es auch blin dzu tonen.

Als Bibeltext eignen sich hier zum Beispiel der Psalm 139 oder Jes. 43, 1-7. In beiden Texten geht es darum, wie Gott den Menschen geformt hat.
Wenn ihr mit dem Tonen fertig seid, soll jede und jeder seinem Kunstwerk einen Namen geben. Den Namen jeweils auf eine Karte schreiben und zusammen mit dem Kunstwerk in der Mitte des Raumes ausstellen. Nehmt euch Zeit, um die Kunstwerke anzuschauen und auf euch wirken zu lassen.

Material:

  • je Gruppenmitglied einen Tonklumpen (gibt’s in den meisten Bastelgeschäften oder Geschäften für Künstlerbedarf in 10kg Paketen, Sorte ist eigentlich egal; wenn ihr die Kunstwerke später brennen lassen wollt, solltet ihr einen Ton mit höherem Schamottanteil nehmen und beim Tonen darauf achten, dass keine Hohlräume bzw. Lufteinschlüsse entstehen)
  • Arbeitsunterlagen
  • Lappen
  • Schüssel mit Wasser
  • eventuell Modellierhölzer
  • Karten
  • Stifte
  • meditative Musik

3. Gruppenstunde: Bibel - Schreibwerkstatt

Manche Texte in der Bibel bekommen eine besondere persönliche Bedeutung, wenn sie umgeschrieben, ergänzt, gekürzt oder aktualisiert werden. Versucht einmal die 10 Gebote (Dtn 5 oder Ex 20), von denen die meisten als Verbote in der Bibel überliefert sind, in wirkliche 10 Gebote umzuschreiben: „Du sollst nicht töten“ könnte dann heißen „Du sollst dich für das Leben einsetzen“. Oder ergänzt die Seligpreisungen Jesu (Mt 5,3-12). Wen würdet ihr heute selig preisen? Oder schreibt euer eigenes Gleichnis über das Himmelreich (vgl. Mt 22,2ff): Mit dem Himmelreich ist es wie…
Material:
• Bibel
• Papier und Plakate
• Stifte

Ich bin angesprochen

Der nachfolgende Text aus dem Buch Jesaja ist eine Ermutigung an das Volk Israel. Er kann leicht zu einem persönlichen Ermutigungstext werden:

Jetzt aber – so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob*, und der dich geformt hat, Israel*:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich* ausgelöst, ich habe dich* beim Namen gerufen, du gehörst mir.
Wenn du durchs Wasser schreitest*, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort.
Wenn du* durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen… (Jes 43,1ff)

Jedes Gruppenmitglied bekommt den Text. Überall, wo * steht fügt ihr euren eigenen Namen ein oder ersetzt den Namen durch euren. Lasst euch dann euren persönlichen Text jeweils vorlesen. Wie hört sich diese Bibelstelle jetzt an?
Ihr könnt den Text auch noch weiter umschreiben: Was ist mit Wasser, Ströme, Feuer usw. gemeint. Findet ihr hier andere aktuelle oder ganz persönliche Bilder?

Mit unserem Glauben verbinden wir unterschiedliche Orte und Situationen. Da gibt es zunächst die typischen Orte, wo wir als Christen und Christinnen unseren Glauben leben: Kirchen und Wallfahrtsorte, Klöster und Friedhöfe. Manchmal erinnern uns Glaubensorte anderer Religionen, wie etwa Moscheen und Synagogen, an unseren Glauben. Auch die Natur hat für viele Gläubige eine persönlich wichtige Bedeutung. Bereits in der Bibel spielen Landschaften und unberührte Natur eine Rolle bei tiefgehenden Glaubenserfahrungen. So galten etwa Berge als heilige Orte. Auf dem Berg Sinai hat Moses die zehn Gebote entgegen genommen, Jesus hat die Nacht vor seiner Gefangennahme auf dem Ölberg verbracht. Wir brauchen Orte, an denen wir unseren Glauben leben können, an denen wir uns wohl fühlen. Orte für die unterschiedlichsten Glaubenserfahrungen, ob zum Bittgebet oder zum Dank, ob zum Meditieren und zur Ruhe finden oder um unseren Glauben gemeinsam mit anderen zu feiern oder darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei hat jeder Mensch seine eigenen und ganz persönlich wichtigen Glaubensorte. Jeder Ort kann zum Glaubensort werden. Die beiden folgenden Gruppenstundenvorschläge laden euch ein, der Frage nachzugehen, ob es in eurer Pfarrei Orte gibt, mit der richtigen Atmosphäre um euren Glauben zu leben?

1. Gruppenstunde: Ungewöhnliche Orte - Von gewöhnlichen und ungewöhnlichen Glaubensorten

Habt ihr Lust darauf, euch mal über gewöhnliche, ungewöhnliche und ganz persönliche Glaubensorte auszutauschen? Über Orte an denen ihr euren Glauben lebt? Ob allein oder mit anderen? Ob lauthals oder sprachlos?

Zum Einstieg erhält jede und jeder ein Plakat und schreibt in die Mitte einen Glaubensort. Legt alle Plakate im Raum aus und jede und jeder kann zu den einzelnen Plakaten etwas Persönliches dazuschreiben. Dazu passt ruhige Hintergrundmusik. Falls euch dabei noch weitere Orte einfallen, könnt ihr diese auf einem neuen Plakat sammeln.

Tauscht euch anschließend darüber aus und überlegt, wie es damit weitergehen kann. Ihr könnt zum Beispiel eine Ausstellung in der Kirche machen. Hierfür fotografiert oder zeichnet ihr die Orte, die etwas mit eurem Glauben zu tun haben und schreibt zu jedem Bild ein Zitat von euch dazu. Eröffnet die Ausstellung mit einer „Vernissage“, zu der ihr euren Pfarrer, den Pfarrgemeinderat, alle Mitglieder eurer Pfarrei und die örtliche Presse einladet, vielleicht nach einem Gottesdienst.

2. Gruppenstunde: Kirche im Schuhkarton

Bei dieser Methode steht die Kirche im Mittelpunkt, als Ort, an dem wir gemeinsam unseren Glauben mit anderen feiern. Ihr kennt unterschiedliche Kirchen und unterschiedliche Gottesdienstformen, vielleicht sogar an ungewöhnlichen Orten. Überlegt euch einzeln oder gemeinsam, wann euch ein Gottesdienst besonders anspricht, wie eure Traumkirche aussehen soll und was ihr braucht, damit ihr euch in der Kirche wohl fühlt. Und dann wird gebaut – im Schuhkarton!

Präsentiert euch anschließend eure Meisterwerke und erklärt euch gegenseitig, was euch wichtig war. Gibt es Gemeinsamkeiten? Vielleicht gibt es etwas, was euch allen in eurer Pfarrkirche besonders gut gefällt oder stört. Die Ergebnisse könnt ihr der Pfarrei oder dem Pfarrgemeinderat präsentieren. Eventuell könnt ihr Vorschläge entwickeln, wie ein Teil der Kirche kinder- oder jugendgerecht umgestaltet werden kann. Dann kann es einen Seitenaltar der Jugend geben oder eine Wohlfühlecke für Kinder.
Material:
• leere Schuhkartons (für jede und jeden einen)
• Krimskrams wie Stoff, Wolle, Karton, Steine, sauberen Plastikmüll, WCRollen, Styropor, usw …
• Farbe und Stifte
• Kleber oder Heißklebepistole
• Scheren, Tapeziermesser

Warum nicht mal ein modernes Krippenspiel in der Vorweihnachtszeit in der Gruppenstunde spielen? Rollenspiele und Verkleiden machen Kindern und Jugendlichen in der Regel eine Menge Spaß. Das hier vorgestellte Stück fällt auch aus den Rahmen gewöhnlicher Krippenspiele, weil es provoziert und herausfordert. Das könnte ebenfalls ein Anreiz sein für Kinder und Jugendliche, sich mit dem Thema Advent/Weihnachten auf diese Art und Weise auseinander zu setzen. Da das Rollenspiel lediglich vier kurze Sprechrollen, aber viele Möglichkeiten für stumme Aktionsformen bietet, ist es für Kinder- und Jugendgruppen mit acht Personen ideal. Wenn es dann noch bei einer Adventsfeier zur Aufführung gelangt, ist die Motivation doppelt so groß.

Geschichte

Es ist Weihnachtsfest in Alabama und bitterkalt. Eine blutjunge, schwarze Mutter hat allein und versteckt ihr Kind zur Welt gebracht. Sie weiß selbst nicht wohin und schon gar nicht mir ihrem Neugeborenen. So will sie es als Findelkind vor ein Pfarrhaus legen. Auf dem Weg dorthin kommt sie an einer Kirche vorbei, will dort drinnen ein wenig rasten, weil sie die Füße kaum noch tragen. Die Kirche ist geheizt. So setzt sie sich in eine Bank in der dunkelsten Ecke. Nach einer Weile schaut sie sich um und entdeckt die lebensgroße Weihnachtskrippe in einer Nische. Da kommt ihr der erlösende Gedanke: „Ich lege mein Kind in die Krippe. Hier wird bald eine gläubige Seele vorbeikommen und für das Kind sorgen.“ Gedacht, getan. So schnell sie vermochte, lief sie davon, fast ein wenig erleichtert bei dem Gedanken, dass kein gläubiger Mensch dieses lebendige Christkind im Stick lassen könnte.
Tatsächlich kommt bald eine fromme Seele, gewohnt, auf ihrem Weg zum einkaufen einen kurzen Besuch in der Kirche zu machen. Jetzt in der Weihnachtszeit betet sie das Gesetzchen vom Rosenkranz: Jesus, den du o Jungfrau Maria in Bethlehem geboren hast. Sie vertieft sich in die schlimme Lage der Mutter Maria und vergisst nicht die Herzlosigkeit derer, die der werdenden Mutter keine Herberge geboten haben. Da beginnt das Kind in der Krippe zu weinen. Erstaunt eilt die fromme Beterin zur Krippe und erstarrt: Da liegt ein schwarzes Neugeborenes und der wächserne Jesusknabe mit den echten blonden Locken und den herrlich blauen Augen liegt daneben auf dem Boden. „Welch ein Sakrileg!“, durchfährt es sie, „das muss ich dem Pfarrer melden.“ Sie läuft zum Pfarrhaus. Der Pfarrer ist gerade unterwegs; so erzählt die Haushälterin noch völlig außer Atem, was Ungeheuerliches in ihrer Kirche geschehen ist: Ein schwarzes Kind in der Krippe! Die Haushälterin weiß, sie muss handeln. Sie eilt mit der Beterin zur Kirche, nimmt das Neugeborene aus der Krippe und legt den strahlenden, wächsernen Jesusknaben wieder an seinen Platz. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung. „Für das Findelkind wird sich schon eine Bleibe finden lassen, aber es einfach in die Krippe zu legen – die Menschen kenne keine Ehrfurcht mehr vor dem Heiligen“, denkt sie.

"Missio konkret", Ausgabe 4/99 Autorin: Friederike Rappel Hrsg.: Missio, Intern. Kath. Missionswerk, München, www.muenchen.missio.de

Rollenspiel zur Weihnachtsgeschichte

Didaktische Vorbemerkungen:
Das Stück bietet bewusst viel Freiraum für eigene Ideen der pantomimischen Darstellung, wozu Kinder und Jugendliche zumeist ein sehr großes Talent mitbringen.

Personen:
schwarze Mutter mit Baby, Beterin Frau Meier, Pfarrhausfrau Frau Therese, Pastoralassistent Markus, Kinder für das Krippenspiel (mindestens sechs), Passanten, Gläubige im Krippenspiel

Material:
Kulissen-Bastelanleitung. Für die Kulissen sind drei Folien vorzubereiten: Straßenzug einer Einkaufsstraße, Straßenzug mit Häusern und Kirche sowie die Ansicht eines Kircheninnenraumes. Diese Folien (für den Overheadprojektor) können entweder mit Folienstiften selbst gezeichnet werden oder man kann aus Zeitungen, Postkarten u.Ä. die entsprechenden Motive ausschneiden, aufkleben und davon dann im Copyshop eine Farbkopie auf Folie herstellen.
Wand/Leinwand/Bettlaken
Overheadprojektor
Krippe mit Jesusfigur, weihnachtlicher Kirchenschmuck, Krippenspielutensilien (Engelsflügel, Hirtenkleidung...);
Einkaufstüten, Rucksäcke, Päckchen als Ausstattung für Passanten, schwarze Puppe; Kassettenrecorder; Kassette mit Weihnachtslieder und Babyweinen, Stühle, Plakat mit der Aufschrift „Mein Kind und ich haben Hunger“

Quelle: Fundus Jugendarbeit

Bei dieser Gruppenstunde begebt ihr euch auf eine Wertereise! Als Einstieg ins Thema dient das Lied “Ich bin reich” von den Ärzten. Dort wird der Stellenwert von Reich- und Schönsein in unserer Gesellschaft thematisiert.

Anschließend überlegen die Jugendlichen, was ihnen im Leben wichtig ist bzw. wie sie sich ihr Leben in zwanzig Jahren vorstellen. Ihre Gedanken halten sie in Stichworten auf Zetteln fest. Diese werden eingesammelt, anonym an eine Tafel oder Wand gehängt, ohne Kommentar vorgelesen und verdeckt. Nun werden auf Tischen vorbereitete Wertekarten ausgelegt. Die Teilnehmenden gehen umher und “packen” dreißig von diesen in ihre Rucksäcke, d.h. sie übertragen sie auf ihr Arbeitsblatt. Wer etwas vermisst, darf es hinzufügen. Dann beginnt die Wertereise (siehe unten): Der/Die Gruppenleiter*in liest die Geschichte der Reise vor. Währenddessen sollen sich die Jugendlichen nach und nach von Werten aus dem Rucksack verabschieden. Am Ende bleiben die wichtigsten zehn übrig. Man bespricht in der Gruppe, wem was wichtig ist und thematisiert eventuelle Gemeinsamkeiten.

Jetzt wendet man sich wieder der Tafel, bzw. Wand zu, und vergleicht die Ergebnisse der Wertereise mit den Gedanken vom Beginn der Gruppenstunde. Da Werte etwas sehr Persönliches sind, empfiehlt es sich, während der ganzen Gruppenstunde sehr sensibel vorzugehen und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich nur dazu äußern zu müssen, was sie freiwillig preisgeben wollen.

Alter: 13 - 16 Jahre
Dauer: ca. 90 Minuten
Personen: ab 5
Material: Zettel, Stifte, Lied von den Ärzten, Arbeitsblatt, Wertekarten, Text der Wertereise

von Matthias Dufner (aus "Krokant" der Mitgliedszeitschrift der KjG Freiburg)

Wertereise

Wir begeben uns auf eine Weltreise. Alle Vorkehrungen sind getroffen. Der Rucksack ist gepackt. Darin befindet sich alles, was euch als individuelle Person ausmacht und was euch im Leben und fürs Leben wichtig ist. Ihr habt den Rucksack voller und Werte und Talente, die euch prägen. Jedem von euch sind andere davon wichtig. Der eine denkt vielleicht, er hätte viel zu viel eingepackt. Lauter Plunder, den er niemals brauchen wird. Der andere hätte gern noch mehr eingepackt, wäre der Rucksack etwas größer gewesen. Sicher ist aber, dass es eine lange und beschwerliche Reise werden wird, auf der sich noch zeigen wird, was wichtig ist und auf was wir eher verzichten können.

Wir beginnen also unsere Reise am Bahnhof in N.N. Da wir alle knapp bei Kasse sind, lösen wir keine Fahrscheine – es wird schon gut gehen. Es kommt ja sowieso nie ein Kontrolleur. Dann plötzlich in N.N. steigen zwei Männer ein, die die Fahrscheine sehen wollen. Da wir keine haben, müssen wir uns von einem Talent aus unserem Rucksack trennen.
Von N.N. fahren wir mit dem Zug weiter bis nach N.N., von wo aus wir per Flugzeug nach Edinbourgh fliegen. Dazu trennen wir uns wieder von zwei Talenten. In Edinbourgh bleiben wir nicht lange. Wir wandern durch die schottischen Highlands an die Westküste, von wo wir mit einer Fähre nach Nordirland übersetzten. Die Überfahrt verdienen wir uns mit Kartoffelschälen in der Kombüse, so können wir unsere Talentvorräte schonen.
Nach mehreren Tage „on the road“ und ohne Bett zum Schlafen, steigen wir in Belfast in einem Youth Hostel ab. Für drei Nächte bezahlen wir mit einem Talent.
Nach drei interessanten Tagen in Nordirland, machen wir noch einen Abstecher in die irische Republik nach Dublin. Von hier aus wollen wir weiter nach New York. Doch die Fluggesellschaften und auch die Reedereien akzeptieren hier keine Talente als Zahlungsmittel. Wir stehen vor einem Problem.
Wir treffen auf eine Jugendgruppe, die Tickets nach Vancouver hat. Sie wären bereit sie uns gegen Talente aus unseren Rucksäcken abzugeben. Nach einigem Hin und Her einigen wir uns auf drei Talente.
Nach mehrstündigem Flug landen wir in Vancouver. Am Horizont türmen sich die schneebedeckten Costal Mountains auf. Doch wir können weder Landschaft noch Stadt genießen. Wir wollen duschen und anschließend schlafen, einfach nur schlafen. Aber alle Jugendherberge und Pensionen sind überfüllt.
Egal, wir leisten uns für zwei Talente ein Hotelzimmer – wenigsten für ein paar Tage gutes Essen und sichere Schlafplätze. Als wir am nächsten Tag durch Vancouver bummeln, sitzt ein blinder Bettler am Straßenrand. Einige von uns haben Mitleid und schenken ihm 1 Talent – freiwillig.
Die anderen haben weniger Mitleid. Sie behalten ihre Talente. Komisch das ausgerechnet diese abends bemerken, dass jeder von ihnen 1 Talent verloren hat. Alles in allem hat jeder 1 Talent in Vancouver gelassen, die einen freiwillig, die anderen nicht.
Der Flug nach Californien kostet Tags darauf jeden zwei Talente. Der Rucksack lehrt sich, langsam, aber sicher. Er wird aber auch leichter. Vielleicht sind wir schon manche Last los geworden, die uns wichtig erschien, die wir jetzt aber nicht vermissen. Unsere wichtigsten Talente besitzen wir ohnehin noch.
Californien. Strand, Meer und Sonne. USA. Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir fühlen uns frei und unbeschwert.
Nach unbeschwerten Tagen in Californien überqueren wir die mexikanische Grenze und reisen mit diversen Zügen durch Mittelamerika, bis wir die Anden erreichen. Die verschieden Züge haben uns wieder zwei Talente gekostet. Hier in Peru, auf fast 4000 Meter Höhe, wo die Luft dünn ist, geht der Lebensrhytmus anders. Alles verläuft gemächlich, jeder Schritt kostet zwei Atemzüge. Wir steigen nach Macchu Picchu auf. Das war die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches, die selbst den Kolonialherren lange verborgen blieb. Was würden die Steine zu erzählen wissen, könnten sie sprechen?
Wir wollen weiter nach Chile. Ein Lastzug nimmt uns mit von der Grenze nach Santiago de Chile, der Hauptstadt. Von hier aus wollen wir weiter nach Neuseeland. Doch im Moment haben wir noch vieles nicht gesehen, was dieses Land zu bieten hat. Wir sehen viel unberührte Natur, genießen die Schneeberge Patagoniens und die tollen Parties in der Hauptstadt Santiago.
Der Flug nach Neuseeland kostet uns ein Talent. Ein hoher Preis. Doch er ist es wert. Neuseeland ist klasse: Wir besteigen Berge, baden in klaren Gebirgsbächen und besuchen die Drehorte zum Herrn der Ringe: Bruchtal und Mordor, Hell und Dunkel, Schön und Hässlich, Gut und Böse. Wir treffen einige Aussteiger, die ein einsames Tal bewohnen. Sonderlinge, die die Gesellschaft meiden, und so ihr eigenes, in ihren Augen besseres Leben führen. Hier bei diesem besonderen Schlag Menschen lässt es sich prima Leben. Denn trotz der Einfachheit ihres Lebens wissen sie zu feiern...
Neuseeland verlassen wir mit einem lachenden und einem weinendem Auge. Peking ruft.
Zwei Talente kostet der Flug. In Peking treffen wir eine Frau, die uns von ihrem Mann erzählt. Er sitzt im Gefängnis. Er ist politischer Gefangener. Er hat das kommunistische System kritisiert. Gott sei dank leben wir in einem freien Land, denken wir uns.
Die Frau bewirtet uns. Wir danken ihr, wünschen ihr viel Glück und Kraft und verabschieden uns.
Nächste Station Israel. In Neuseeland haben wir uns durch Gelegenheitsjobs etwas Geld verdient und müssen jetzt kein Talent für den Flug nach Jerusalem opfern. In Israel werden uns unser restliches Geld und unsere Pässe gestohlen. Wir sind aufgeschmissen. Was tun? Verzweifelt wenden wir uns an einen Touristen. Er ist Deutscher und Christ. Doch er glaubt uns nicht: „Da kann ja jeder kommen“. Wir müssen weiter suchen. Der nächste, den wir ansprechen, ist Franzose. Auch er verweigert uns seine Hilfe. Als es dunkel wird, bietet uns ein Paar seine Hilfe an. Er ist Mohammedaner, sie Jüdin. Sie bringen uns zur deutschen Botschaft, wo uns geholfen wird.
Mit einem Flugzeug der Botschaft fliegen wir nach Rom. Rom, Hauptstadt Italiens. Hauptstadt des Christentums.
Petersdom, Kolosseum, Circus Maximus und Pantheon. Enge Gassen, kleine Cafes auf den Piazzi und Pizza so viel wir essen können. Die Reise neigt sich dem Ende zu, das Geld ist verbraucht, die Rucksäcke sind leicht geworden.
Ein kleines Mädchen spricht uns an. Ihre Mutter sei krank und habe kein Geld für den Arzt. Manche von uns schenken ihr freiwillig ein Talent. Die anderen sagen: „Spinnst du. Die hat das erfunden. Die verdient ihr Geld, indem sie die Touristen anschnorrt. Glaub der nicht!“
Die, die ihr Talent behalten haben und das Mädchen weggeschickt haben, werden bei unserer Abreise einige Tage später bestohlen, somit hat jeder von uns ein Talent in Rom gelassen.
Die Zugfahrt nach N.N. und von dort nach N.N. kostet uns ein Talent.
Der Zug fährt durch die Alpen und unsere Freude auf daheim wächst. Nach langer Zeit werden wir Freunde und Familie wiedesehen. Ob sich etwas verändert hat? Wir kommen gesund in Neustadt an. An Erfahrungen reicher und vielleicht auch etwas klüger, stehen wir am Bahnhof. Wir waren sechs Monate unterwegs. Alles ist vertraut, aber dennoch irgendwie fremd. Wir mussten uns von vielem trennen, was uns wichtig war. Etliche Talente und Werte haben wir in vielen Ländern gelassen. Ein letztes Talent geben wir für ein gemeinsames Essen aus.
Zehn Talente sind übrig geblieben, es sind für jeden Einzelnen die wichtigsten. Es sind die, die unser Leben bestimmen. Die, die uns zu dem machen, was wir sind: Jeder anders und doch jeder Mensch.

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