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50 Jahre KjG - da gibt es eine Menge zu berichten... Grund genug also, um die aktuelle Ausgabe unserer Mitgliederzeitschrift imFluss in diesem Jahr etwas dicker herauszubringen als sonst. Entstanden ist eine Jubiläumsausgabe, die sich wirklich sehen lassen kann. Das Ergebnis kann man ab sofort auch digital hier auf unserer Homepage anschauen.

Ist eure Sommeraktion auch wegen Corona ins Wasser gefallen und ihr wisst nicht, was ihr in den Sommerferien machen sollt? Dann haben wir genau das Richtige für euch! Wir packen unsere Sachen und gehen auf große Sommertour durch unsere Diözese. Gerne machen wir auch bei euch Station und gestalten euch einen Tag nach euren Wünschen. Und das natürlich kostenlos. 

Unsere KjG-Diözesanstelle ist ab Montag, 18. Mai 2020 zu den Kernzeiten wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Allerdings muss dabei Mund-Nasen-Schutz getragen und der Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden. Außerdem müssen wir eine Besucherliste führen, um gegebenenfalls die Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Durch die Öffnung ist natürlich auch unser Verleih wieder möglich. Bitte überlegt aber trotzdem, ob ein persönlicher Besuch in unserer Diözesanstelle unbedingt notwendig ist. Viele Dinge lassen sich auch über Telefon oder Email klären.

Unsere Bürozeiten sind:

Montag bis Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr

Freitag 09:00 - 12:00 Uhr

Schweren Herzens haben wir uns vergangenen Donnerstag von unserem geplanten Jubiläums-Wochenende verabschiedet. Es kann im Juni 2020 nicht stattfinden. Wer schon angemeldet ist, erhält den Teilnehmerbeitrag zurück.

Zu groß ist die Ungewissheit, zu gering die Planungssicherheit:

Wie wird die Corona-Lage im Juni sein? Wie werden die gesetzlichen Vorgaben aussehen und können diese erfüllt werden? Wie groß ist unsere Verantwortung für die Teilnehmer? Wird es genug Anmeldungen geben? Wie ist die Motivation im Vorbereitungsteam? Kann die Band proben? Kann überhaupt eine angemessene Jubel-Atmosphäre unter diesen Umständen entstehen?

Diese und mehr Fragen haben uns zum einstimmigen Beschluss geführt, das Jubiläum abzusagen. Ob und wann die Feierlichkeiten nachgeholt werden können, wird uns nun weiterhin beschäftigen.

Wir halten euch auf dem Laufenden. Haltet ihr euch gesund!

Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer aktuellen Weltfreiwilligen Amelie aus Njombe/Tansania. Diesmal leider keine tollen. Aufgrund der Corona-Krise musste Amelie aus Sicherheitsgründen kurzfristig die Heimreise nach Deutschland antreten. Trotzdem berichtet sie noch von ihrem Dienst in der TEUMA-Bank, einer frohen Kunde aus dem Kindergarten und von der Baumpflanzaktion, die sie leider nicht mehr persönlich miterleben konnte.

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich wieder aus Deutschland. Leider musste ich wegen dem Corona-Virus Tansania vorzeitig verlassen und bin seit einer Woche wieder hier in Deutschland. Weltwärts hat beschlossen, alle Freiwilligen zurückzuholen, weil die Gefahr besteht, dass die Grenzen geschlossen werden. Wir hätten somit nicht mehr die Möglichkeit, bei Problemen aus unseren Einsatzländern auszureisen. Trotzdem möchte ich euch erzählen, was in den letzten Wochen so in Tansania passiert ist.

Anfang März habe ich eine Woche im TEUMA-Mikrokreditinstitut, einem der größten Projekte der UVIKANJO, gearbeitet. Das Hauptziel der Organisation ist, die Armut in der Diözese Njombe zu bekämpfen und den landwirtschaftlichen Bereich zu fördern, indem Mikrokredite an Kleinbauern und Unternehmer gewährt werden, die bei großen kommerziellen Banken keinen Zugang zu Darlehen haben. Mein erster Tag in der Bank sah so aus, dass ich erst einmal alle Mitarbeiter kennengelernt habe. Insgesamt arbeiten dort ungefähr 10 Angestellte und mir wurde erklärt, wie die Bank funktioniert, wie man einen Kredit erhalten kann und wie hoch die Zinsen dafür sind. Am zweiten Tag habe ich dann schon konkrete Aufgaben bekommen. Alle Kontobewegungen von Kunden werden auf Papier festgehalten und dann in ein Computersystem übertragen. Auf dem Plan in dieser Woche stand, zu überprüfen, ob die Beträge auf dem Papier und im System übereinstimmen. Zusammen mit einem Mitarbeiter habe ich also die Zahlen verglichen, nach Fehlern gesucht und verbessert, Das hört sich zunächst langweilig an, war aber total interessant und mal eine Abwechslung zum Alltag mit den Kindern.

Und noch ein weiteres Projekt stand im März an: die Baumpflanzaktion. Erstmal erkläre ich euch, was es damit auf sich hat. Wie ihr ja wisst, hat letztes Jahr die Delegation nach Tansania stattgefunden. Die KjG hat beschlossen, für die Flüge der Delegationsteilnemer einen CO2-Ausgleich zu machen. Deswegen kam die Idee auf, die Baumplantage der Uvikanjo zu unterstützen. Insgesamt wurden ungefähr 1000 Euro gespendet und nach Tansania überwiesen. Das Vorhaben war, 4000 Baumsetzlinge auf 40 Hektar zu pflanzen. Genau am Tag der eigentlichen Aktion, der Baumpflanzung, ging schon mein Bus nach Dar es Salaam, weil ich ja leider überstürzt Njombe verlassen musste.

Doch es gibt auch noch eine sehr erfreuliche Nachricht aus Njombe. Der Pfarrer, der für den Kindergarten „Malaika Walinzi“ zuständig ist, hat endlich eine zusätzliche Mauer um das Grundstück des Kindergartens bauen lassen, sodass die Kinder zukünftig den Platz zum Spielen und Toben nutzen können. Deswegen habe ich zusammen mit einer Lehrerin Spielgeräte für die Kleinen ausgesucht: eine Schaukel, eine Rutsche und eine Doppelwippe. Gerade noch rechtzeitig am Abend vor meiner Abreise konnten wir die Lieferung aus Dar es Salaam in Empfang nehmen. Die Geräte wurden noch sicher im Kindergarten untergebracht, nur kann ich leider beim Aufbau und der Einweihung des Spielplatzes nicht mehr dabei sein.

In den letzten Wochen hat die Regenzeit das Wetter bestimmt. Der Klimawandel macht auch nicht vor Tansania halt. Normalerweise gibt es zwischen der kleinen Regenzeit im Dezember und der großen im März eine Regenpause. Doch seitdem ich vom Zwischenseminar im Januar zurückgekommen bin, hat es jeden Tag geregnet. Meistens war es vormittags heiß und schwül und nachmittags gab es dann heftige Schauer und manchmal Gewitter dazu. Meine Gastoma Susemarie meint auch, dass man seit ein paar Jahren das Wetter in Njombe nicht mehr einschätzen kann.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei der KjG bedanken. Dank der Partnerschaft zwischen der UVIKANJO und der KjG ist es mir erst möglich gewesen, einen Freiwilligendienst in Tansania zu machen. Auch wenn ich nur ein halbes Jahr dort war, konnte ich viele neue Erfahrungen machen, nette Leute kennenlernen und hatte eine wunderschöne und spannende Zeit.

Daher „Asante sana“ (=Dankeschön).

Liebe Grüße Amelie

In dieser so schwierigen Zeit lassen wir euch KjGler*innen nicht allein. Wir bleiben zu Hause und sind trotzdem aktiv. Ab sofort posten wir zweimal die Woche - immer am Dienstag und Freitag - über Facebook und Instagram Impulse, Aufgaben und Fragen, die zum Nachdenken und Austauschen anregen. Bleibt aktiv, bleibt kreativ und vor allem bleibt gesund!!!

Wir freuen uns über eure Kommentare und Posts!

Facebook: https://de-de.facebook.com/kjg.wuerzburg/

Instagram: https://www.instagram.com/kjgwue

Es gibt wieder Neuigkeiten von unserer aktuellen Weltfreiwilligen Amelie aus Njombe/Tansania. Diesmal berichtet sie, wie sie Weihnachten und Silvester verbracht hat und welche Erfahrungen sie auf dem Kilimanjaro gemacht hat.

Hallo Zusammen,

in der letzten Zeit war ich viel unterwegs. Am 6. Dezember haben hier in Tansania die Weihnachtsferien für einen Monat begonnen. So bin ich dann Mitte Dezember mit einem anderen Freiwilligen in den Norden Tansanias gereist, um dort eine 6-tägige Tour auf den Kilimanjaro zu machen. Leider konnte ich den Gipfel des Berges, den Uhuru Peak („Freiheitsspitze“, 5892 m) nicht ganz erreichen, weil mir der wenige Sauerstoff und die eisige Kälte in diesen Höhen zusetzte. Die ganze Tour war ziemlich anstrengend und nachts im Zelt sehr kalt, trotzdem war es interessant durch die verschiedenen Vegetationszonen zu laufen, angefangen vom Regenwald, durch Moor- und Heidelandschaft und auf der letzten Etappe über Schnee und Eis. Auch der Ausblick auf den immer näherkommenden Gipfel und ins umliegende Tal war wunderschön.

Weihnachten habe ich dann in Njombe verbracht. Weihnachtsstimmung kam bei mir nicht wirklich auf wegen der Temperaturen und auch ansonsten wurde man recht wenig an Weihnachten erinnert, außer dass auf der Straße oft Weihnachtslieder gespielt wurden. Am 24. Dezember haben wir im Haus von meiner Gastoma einen Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt und zusammen eine Grippe aufgebaut. Abends ging es dann von 20 Uhr bis nachts um 1 Uhr in die Christmette, bei der auch ungefähr 40 Babys vom Bischof getauft wurden. Anders als bei uns wird in Tansania am 25. groß gefeiert und nicht am 24. Dezember. So begann dann der erste Weihnachtsfeiertag wieder mit einem zweistündigem Gottesdienst und zu Mittag haben wir alle zusammen gegessen. Zur Feier des Tages gab es Hühnchen und Fisch und generell deutlich mehr als üblich.

Silvester habe ich zusammen mit meinen Mitfreiwilligen traditionell auf Sansibar gefeiert und danach noch zwei Wochen Urlaub herangehängt, in denen wir an den traumhaften Stränden entspannt haben, schnorcheln waren und uns die Inselhauptstadt mit der orientalischen Altstadt Stone Town angeschaut haben. Anschließend an den Urlaub hatten wir auch schon Zwischenseminar in Dar es Salaam, an dem Freiwillige aus verschiedenen ostafrikanischen Ländern teilgenommen haben und wir uns gegenseitig austauschen konnten. Die Themen für das Seminar konnten wir frei wählen und wir haben schließlich über den Sinn des Freiwilligendienstes, den Umgang mit Grenzerfahrungen, „weiße“ Privilegien, kulturelle Unterschiede und über das Abschiednehmen von der Einsatzstelle gesprochen.

Zurück nach Njombe ging es für mich mit der Eisenbahn. Ungefähr um 16 Uhr nachmittags ist der Zug in Dar es Salaam abgefahren und am nächsten Tag kamen wir um 14 Uhr mit 6 Stunden Verspätung an. Auch wenn es mit dem Zug deutlich länger dauert als mit dem Bus, teilweise kamen wir nur mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts, war die Fahrt ein tolles Erlebnis, weil die Zugstrecke oft durch unberührte Landschaften führt.

Nach der langen Reise habe ich mich aber auch wieder gefreut, nach Njombe zu kommen und auf das angenehme kühle Klima hier. Die ersten Wochen des neuen Schuljahres habe ich leider verpasst, aber es war trotzdem schön, die Lehrer und Schüler wiederzusehen und auch neue Kinder und Arbeitskollegen kennenzulernen. Im Februar werde ich mir mal für eine Woche die Teuma- Bank der Uvikanjo anschauen, um die Uvikanjo noch besser kennenzulernen.

Bis zum nächsten Mal, Amelie

Im letzten Jahr hat die KjG wieder eine Delegation aus verschiedenen KjG-Pfarreien nach Tansania geschickt. Gerne kommen die Delegationsteilnehmer*innen für einen Bilderabend in eure KjG-Pfarrei und schildern ihre Erlebnisse bei unserem Partnerverband UVIKANJO in Njombe.

Karibu Tansania!

Der Diözesanverband hat im August/September 2019 eine Delegation nach Tansania geschickt. Die Mitreisenden haben einen Abend vorbereitet, bei dem sie anhand von Bildern und Anekdoten über ihre Reiseerfahrungen berichten.

Seit über 40 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der KjG im Diözesanverband Würzburg und dem Jugendverband UVIKANJO in Njombe/Tansania. 2019 hat die KjG wieder eine Delegation bestehend aus 10 Personen verschiedener KjG-Pfarreien nach Tansania geschickt. Um über die Partnerschaft und ihre Reise zu informieren und ihre Erlebnisse auf dem anderen Kontinent zu teilen, hat das Team einen anschaulichen Vortrag ausgearbeitet. In Erlenbach wurde bereits ein Bilderabend veranstaltet, in Mömlingen ist ein weiterer geplant. Daneben freut sich die Delegation über weitere Anfragen :-)

Falls auch eure Pfarrei Interesse an einem solchen Tansania-Abend hat, dann meldet euch einfach bei uns im KjG-Büro oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir machen mit euch einen passenden Termin aus und bringen ein bisschen Afrika-Feeling mit zu euch :-)

Die KjG im Diözesanverband Würzburg wünscht allen KjGler*innen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Unser Büro ist bis einschließlich 6. Januar 2020 geschlossen.

Ab 7. Januar sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für euch da.

Seit September verbringt Amelie Müller ein Jahr im Weltfreiwilligendienst bei unserem Partnerverband UVIKANJO in Njombe/Tansania. Mittlerweile hat sie der Alltag dort voll im Griff. Wie es ihr bei ihrer Arbeit im Kindergarten und in der Grundschule ergeht, erfahrt ihr in ihrem aktuellen Erfahrungsbericht.

Hallo,

ich bin jetzt schon zwei Monate in Njombe und habe seitdem viel erlebt, wovon ich euch ein bisschen erzählen möchte. Am Anfang habe ich mir jeweils eine Woche den Kindergarten „Malaika Walinzi“ und die Primary School „St. Bakhita“ angeschaut, beides Einrichtungen des Bistums Njombe. Danach habe ich mich entschieden, von Montag bis Mittwoch im Kindergarten zu arbeiten und die restliche Woche in der Grundschule.

Erstmal zum Kindergarten: mein Alltag dort schaut so aus, dass ich um halb acht früh dort ankomme, wo mich schon die ersten Kinder empfangen. Insgesamt 125 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren besuchen ihn und untereinander sind sie nochmal nach ihrem Alter aufgeteilt, so gibt es dann vier Gruppen mit jeweils einer Erzieherin. Die Kindergartenkinder haben auch schon täglich zwei Unterrichtseinheiten, die erste von 9-10 Uhr und die zweite von 12-13 Uhr. Vier Fächer gibt es insgesamt: Rechnen, Schreiben, Englisch und Malen. Ich unterstütze momentan die Lehrerin der ältesten Gruppe, die Vorschulklasse. Am Anfang der Stunde schreibe ich das Tafelbild an und teile danach den Kindern ihre Hefte und Stifte aus. Nachdem sie den Hefteintag abgeschrieben haben, bringen sie mir ihre Hefte vor und ich korrigiere sie. Was das Unterrichten aber manchmal noch erschwert, ist die Verständigung, weil die Kinder können nur Kiswahili sprechen und reden auch manchmal sehr undeutlich und schnell. Trotzdem darf ich schon viel eigenverantwortlich machen, weil meine Lehrerin ein zwei Monate altes Baby hat, das sie mit auf ihre Arbeit bringen muss und dadurch viel beschäftigt ist. In den Pausen bekommen die Kleinen dann etwas zu essen und danach ist Zeit zu spielen. Ich nehme die Kinder oft Huckepack, mache mit ihnen Klatschspiele oder sie hüpfen oder klettern an mir hoch. Auf jeden Fall macht es sehr Spaß, mit ihnen zu spielen. Leider ist es ein großes Problem, dass überhaupt keine Spielsachen vorhanden sind. Ich hoffe deshalb, dass die schon seit längerem geplante Mauer um den Vorplatz des Kindergartens endlich gebaut wird, damit dort Spielgeräte wie eine Schaukel aufgestellt werden können und die Kinder somit im Grünen spielen könnten und die Pausen nicht nur im ziemlich tristen Innenhof verbringen müssen. Um halb vier endet dann mein Tag im Kindergarten und die Kinder werden von ihren Eltern abgeholt oder mit dem Schulbus nach Hause gebracht.

In der Bakhita-Grundschule gibt es die Klassen eins bis sieben mit jeweils 60-80 Schülern in einer Klasse. Zusätzlich gibt es auch noch eine Vorschulklasse mit 120 Kindern, in der ich unterrichte. Deswegen ähneln meine Aufgaben dort denen im Kindergarten. Ein Unterschied ist aber, dass die Vorschulkinder keine Zeit zum Spielen haben, sondern die meiste Zeit im Klassenzimmer verbringen. Daher ist aber auch das Niveau dort ein bisschen höher, was ich zum Beispiel daran merke, dass die Kinder in der Bakhita schon alle flüssig lesen können im Gegensatz zum Kindergarten. Leider ist es an tansanischen Schulen üblich, dass die Schüler wegen Fehlern oder schlechtem Benehmen bestraft werden, deswegen muss auch ich öfters mit ansehen, wie die Kinder mit einem Stock geschlagen werden, wenn sie beispielsweise zu laut sind. Trotzdem gefallen mir meine beiden Arbeitsstellen sehr gut und die Kinder sind total süß und lieb. In beiden Vorschulklassen war in letzter Zeit viel los, da den Kindern ihre Graduation bevorstand. In Tansania fängt das neue Schuljahr im Januar an und den Dezember über haben sie Ferien. Das bedeutet, dass die Vorschulkinder Ende November aus dem Kindergarten entlassen werden und im nächsten Schuljahr dann die erste Klasse besuchen werden. Daher wurden in den letzten Wochen Abschlussprüfungen geschrieben, die ich mit korrigieren konnte, und Lieder geprobt, die sie dann an ihrem Graduation-Day aufführen. So ist im Kindergarten schon vor einem Monat die zweite Unterrichtsstunde ausgefallen und anstatt dessen wurden Abschiedslieder und kleine Theaterstücke eingeübt. Am 29.11 war es dann soweit und der große Tag ist für die Kindergartenkinder gekommen. Vormittags wurden noch letzte Vorbereitungen getroffen und Tische und Stühle verschoben und am Nachmittag habe ich zusammen mit den Lehrern den Kindern ihre Gewänder angezogen. Danach ging es los und der ganze Kindergarten ist in die Halle gelaufen, wo die Feier stattgefunden hat und die Eltern schon gespannt gewartet haben. Erst haben die Kinder das Einstudierte aufgeführt und daraufhin wurden ihnen festlich ihre Zertifikate überreicht. Es wurden ganz viele Fotos gemacht und die Kinder haben auch viele Geschenke von ihren Eltern bekommen. Es war sehr schön, dabei seien zu können.

Daheim bei Susemarie fühle ich mich auch wohl und am Wochenende erkunde ich meistens mit anderen Freiwilligen aus meiner Nähe Njombe und die Umgebung. So habe ich einmal eine Freundin besucht, die in einem kleine Dorf bei Njombe wohnt und wir haben eine Wanderung gemacht und den Kindern dort deutsche Lieder beigebracht. Oder wir waren auf einem der größten Stoffmärkte in der Region, wo wir typische bunte Stoffe gekauft haben, aus denen ich mir schon Hosen und Kleider nähen habe lassen. Das Highlight war dann ein Ausflug nach Iringa, eine doch für Tansania ziemlich westliche Stadt, wo wir auch mal wieder europäisches Essen bekommen und eine steinzeitliche Fundstätte mit Museum angeschaut haben, sowie beeindruckende Steinsäulen in einem ausgetrocknetem Flussbett.

Das Wetter war laut den Einheimischen für Oktober und November recht kalt und es hat auch ziemlich oft geregnet. Der Dezember soll nun der heißeste Monat werden und die wirkliche Regenzeit beginnen, darauf bin ich schon gespannt und ich werde euch davon berichten.

Liebe Grüße aus Tansania Amelie

Auch 2019 haben sich wieder motivierte Jugendliche auf den Weg nach Schonungen gemacht, um an der Herbstschulung des KjG-Diözesanverbands Würzburg und der Regionalstelle der kirchlichen Jugendarbeit Würzburg teilzunehmen.

Elf Mädchen und elf Jungen aus Würzburg, Niedernberg, Wonfurt, Schweinfurt und Üchtelhausensind am 26.10.2019 in das KjG-Haus nach Schonungen gereist. Vor Ort angekommen ging es auch gleich schon los mit dem Programm. Auf die werdenden Leiterinnen warteten viele verschiedene Einheiten, die sie auf ihr Dasein als Gruppenleiterinnen vorbereiten sollen. So wurden beispielsweise die Themen Motivation, Leitungsstile, Recht & Aufsichtspflicht, Finanzierung der Jugendarbeit und Konflikte in der Gruppe behandelt. Aber auch die Teilnehmerinnen selbst durften aktiv werden: Über die ganze Woche verteilt haben sie jeweils zu zweit ein Spiel angeleitet und durch die anschließende Feedbackrunde konnten sie wichtige Tipps mitnehmen. Außerdem gab es während der Woche mehrere Gäste: Die mobile Umweltstation der KjG - das Klimobil - kam zu Besuch und es gab eine Einheit zum Thema Spiritualität, mit geleitet von Christina Lömmer, die sich unter anderem mit der Gestaltung eines etwas „anderen“ Gottesdienstes beschäftigt hat. Den letzten gemeinsamen Abend haben die Teilnehmerinnen und Teamerinnen dann mit einer gruseligen Halloweenfeier ausklingen lassen. Neben einem verrückten Abendessen, schaurigen Kostümen und Cocktails gab es verschiedene unheimliche Spiele. Am letzten Vormittag haben die Teilnehmerinnen dann im Rahmen der Einheit Medienpädagogik in Kleingruppen Trailer zur vergangenen Leiterschulungswoche erstellt. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Teilnehmerinnen, die zum Gelingen der Woche beigetragen haben und natürlich an die ehrenamtlichen Teamerinnen, welche die Woche inhaltlich vorbereitet haben!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt... Und schwups, schon ist er da, der Advent. In den nächsten Tagen wollen wir euch in gewohnter Weise mit unseren Spiri-Impulsen die Zeit des Warten und der Vorbereitung aus Weihnachten ein wenig erhellen. In diesem Jahr gehts dabei um FARBEN. Den Anfang macht die Farbe VIOLETT

 

 

Violett ist sicher nicht gerade die Farbe, die uns im Alltag vor die Nase kommt. Ja, es gibt die lila Kuh oder den Feminismus, der mit dieser Farbe assoziiert wird, aber sonst begegnet uns violett eher selten. Wenn dann vielleicht schon eher in der staden Zeit des Advents, denn im Kirchenjahr wird sie nämlich vor allem in der Vorbereitungszeit vor Ostern und Weihnachten verwendet. Sinnbildich steht diese Farbe für den Übergang und die Verwandlung. Und da stellt sich doch gleich die Frage: Bist du eigentlich schon in Weihnachtsstimmung?

Der erste Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, das erste Weihnachtslied im Radio oder die vielen Weihnachtsgeschenkideen in den Schaufenstern der Geschäfte - es scheint fast so, als hätte sich über Nacht die Welt auf einmal schneller gedreht. Gefühlt war doch letzte Woche erst der Sommerurlaub zu Ende und jetzt sollen wir schon wieder an Gebäck und Geschenke denken? Irgendwie krass. Doch keine Sorge, es ist ja noch ein wenig hin bis zum frohen Fest. Genügend Zeit, um sich auf das Christkind einzustimmen. Das macht uns auch die Farbe violett bewusst.

Also, kein Stress und nur die Ruhe - der Geist von Weihnachten kommt sicher auch zu dir. Wenn du dir bewusst Zeit für die Ankunft Gottes in dieser Welt nimmst, dann wirst auch du bestimmt bald verwandelt.

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